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Die CDU will Handyverbotszonen an Schulen und ein Social-Media-Verbot bis 14. Warum der BDKJ das anders sieht.
In der Debatte über gesetzliche Einschränkungen beim Zugang zu Sozialen Medien für Jugendliche warnt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vor pauschalen Verboten. Sie führten dazu, dass "junge Menschen von gesellschaftlicher und demokratischer Teilhabe ausgeschlossen werden", sagt der BDKJ-Bundesvorsitzende Henner Gädtke.
Stattdessen brauche es einen kinderrechtsbasierten Ansatz, "der Schutz, Befähigung und Teilhabe gemeinsam in den Blick nimmt", so Gädtke. Der Vorsitzende des Dachverbands fordert "wirksame politische Rahmenbedingungen, die Plattformen in die Pflicht nehmen und junge Menschen stärken". Dazu gehörten altersgerechte Voreinstellungen, weniger manipulative Mechanismen und klare Schutzstandards.
Die Pläne der CDU
Junge Menschen müssten verbindlich an politischen Entscheidungen über digitale Räume beteiligt werden. "Wenn über Regeln für ihre Lebenswelt entschieden wird, müssen sie mitreden können", so der BDKJ.
Zuvor hatte sich die CDU auf ihrem Bundesparteitag für Handyverbotszonen an Schulen und ein Social-Media-Verbot für Kinder bis 14 Jahre ausgesprochen. Auch die SPD befürwortet einen solchen Schritt.
Was dem BDKJ fehlt
Die Vorschläge zeigten ein Problembewusstsein für Suchtmechanismen, psychische Belastungen und Desinformation, sagt Lisa Quarch, Geistliche Leitung des BDKJ-Bundesverbands: "Aber wir brauchen Lösungen, die Kinderschutz und Kinderrechte zusammenbringen. Wer nur verbietet, ohne Plattformmacht zu regulieren und Medienbildung auszubauen, greift zu kurz." Quarch ruft dazu auf, "die Debatte an den Rechten und Lebensrealitäten junger Menschen auszurichten und gemeinsam mit ihnen tragfähige, wirksame und gerechte Regelungen für digitale Räume zu entwickeln".