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Sonderpreis: Ehrenamtspreis des Bistums Münster 2020

Sonderpreis für kreative Corona-Initiativen

Kreative Corona-Initiativen
Sonderpreis Ehrenamtspreis des Bistums Münster: Kreative Corona-InitiativenVideo: Michael Bönte

An ihnen kam in Corona-Zeiten niemand vorbei: Es waren die Menschen, die im Höhepunkt der Krise jene in den Blick genommen haben, die es schwerer getroffen hatte als sie selbst.

An ihnen kam in Corona-Zeiten niemand vorbei: Es waren die Menschen, die im Höhepunkt der Krise jene in den Blick genommen haben, die es schwerer getroffen hatte als sie selbst. Die sich im Lockdown nicht daheim einschlossen, sondern kreativ Möglichkeiten suchten, die Situation für andere erträglicher zu machen. Die trotz aller Einschränkungen dieser Zeit Wege zu jenen Menschen fanden, die sich selbst nicht helfen konnten.

Die Bandbreite war groß: Masken nähen, Hol- und Bringdienste organisieren, Einkaufshilfen auf die Beine stellen, digitale Gottesdienste übertragen, vor dem Altenheim singen … Besonders alte, kranke und pflegebedürftige Menschen standen dabei im Mittelpunkt. Jene, deren Gesundheit vom Corona-Virus besonders bedroht war.

Einkaufen oder mit Hunden Gassi gehen

Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster hatte deshalb einen Sonderpreis ausgelobt, der stellvertretend für alle Aktionen dieser Art vergeben wird. Viele Projekte und Initiativen reichten ihre Unterlagen ein, 18 Gewinner wurden von der Jury ausgesucht. In der Auswahl findet sich jene Vielfalt an Ideen und Akteuren wieder, die in den Wochen der größten Sorgen ehrenamtlich im Einsatz waren.

Der Klassiker darunter: Die Einkaufshilfe, die an vielen Orten in ähnlicher Form auf die Beine gestellt wurde. Messdiener, Pfadfinder oder andere Gruppen in den Pfarreien machten sich auf, um Einkaufszettel abzuholen und nachher den vollen Einkaufskorb vor die Haus- und Wohnungstüren zu stellen. An einigen Orten wurde dieses Angebot erweitert. So ging etwa die Waltroper Nachbarschaftshilfe auch mit Hunden Gassi, wenn Herrchen und Frauchen daheim bleiben wollten.

Masken nähen und Gottesdienste streamen

Der zweite Schwerpunkt: Das Nähen von Masken für Einrichtungen, die dafür einen erhöhten Bedarf hatten. Denn in der ersten Welle der Pandemie wurde an vielen Orten der Mund-Nasen-Schutz knapp. Und so saßen Frauengemeinschaften oder Jugendgruppen zusammen und nähten Masken aus unterschiedlichem Material. Krankenhäuser, Sozialstationen und Pflegeeinrichtungen gehörten zu den Empfängern.

Der Ideenreichtum der Helfer war enorm. In Recklinghausen stellten sie das Radioformat „KwieKirche“ auf die Beine, mit dem jeden Sonntag Impulse zu den Menschen in den Pfarrgemeinden gesendet wurden. Gottesdienst-Übertragungen über das Internet und im Fernsehen gab es aus der Jugendkirche „effata!“ in Münster und aus der Marienbasilika in Kevelaer.

„Ein Leuchtfeuer in trüber Zeit“

In Hiddingsel organisierte das Projekt „Ein Leuchtfeuer in trüber Zeit“ einen Autogottesdienst auf dem Sportplatz. Und in Rheinberg schaltete das Projekt „Rheinberg hilft“ eine Internet­seite, um Helfer und Hilfesuchende zusammenzubringen.

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