GESELLSCHAFT UND KIRCHE

Kardinal Reinhard Marx: Was von rechts außen kommt, ist immer spalterisch

Anzeige

Marx warnt vor Versuchen, die Kirche zu spalten. Von wem diese kommen - und was er den Synodaler-Weg-Kritikern sagt.

Von KNA

Vor Spaltungen in der katholischen Kirche warnt Kardinal Reinhard Marx. Derartige Versuche nehme er verstärkt wahr, auch mit Blick auf ähnliche Entwicklungen in den USA, sagte Marx laut Pressemitteilung bei der Versammlung des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum München, dem obersten Laiengremium: "Das wird zu uns kommen, das ist überall zu spüren."

Gerade Angehörige des politisch rechten Spektrums meinten, Anknüpfungspunkte an die Kirche zu haben, so Marx. Was von rechts außen komme, sei aber immer spalterisch.

"Viele Menschen unter uns, die keine Demokraten sind"

"Wir haben viele Menschen unter uns, die keine Demokraten sind, darauf müssen wir achten. Wie schaffen wir es, in Kontakt zu bleiben mit Menschen, die zögern und schwanken?", fragte der Erzbischof.

Das Eintreten für Demokratie sei auch in der Kirche wichtig: "Nicht damit die Kirche als Institution überlebt, sondern um der Menschen willen. Damit unsere Pfarreien, Verbände und Ordensgemeinschaften Brücken bauen, Lichter aufstellen, Instrumente des Friedens sind."

Marx: Bischöfe bei Synodalem Weg nicht gespalten

Marx äußerte sich auch zum Synodalen Weg, dem Reformprozess der Katholiken in Deutschland. Es stimme nicht, dass die Bischöfe gespalten seien, sagte der Kardinal mit Blick auf Bischöfe, die ein überdiözesanes synodales Gremium bisher nicht mittragen. Wenn Rom mit einem solchen Gremium einverstanden sei, hoffe er, dass man auch mit diesen Bischöfen eine Übereinkunft finde.

Anzeige

Komplet - der Abend-Newsletter von Kirche+Leben

JETZT KOSTENLOS ANMELDEN



Mit Ihrer Anmeldung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.