GEISTLICHER ABEND

Spiritual Lauscher im Dom in Münster: Leere kann Platz lassen für Gott

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Georg Lauscher, 20 Jahre lang Priester in sozialen Brennpunkten, sprach in Münster über unfreiwillige und freiwillige Leere – und deren Chancen.

Von pbm, jjo

„Den Platz Gottes freizuhalten bedeutet, Raum für das Unverfügbare zu lassen.“ Das betont Georg Lauscher, Priester des Bistums Aachen, der mehr als 20 Jahre lang in sozialen Brennpunkten lebte. Lauscher, inzwischen Spiritual in der Diakonen- und Priesterausbildung im Bistum Aachen, sprach beim Geistlichen Themenabend zur Fastenzeit im Dom in Münster, meldet die Bischöfliche Pressestelle.

Anhand des Bildes des leeren Gottesthrons im Aachener Dom verdeutlichte der Priester, es gebe Plätze, die weder besetzt werden könnten noch dürften. Diese Leere sei kein Mangel, sondern eine Offenheit für das Kommen Gottes – ein Zustand der Erwartung, der geistlich wachsen lasse.

Freiwillige und unfreiwillige Leere

Lauscher unterschied laut Meldung zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Leere: Einerseits könne man durch Exerzitien und Kontemplation bewusst Raum für Gott schaffen. Andererseits entstünden durch Verluste und Krisen oft unfreiwillige Leerräume, die zu Orten tiefer geistlicher Erfahrung werden könnten – wenn man sie annehme. Die Kunst des Leerlassens sei eine Einladung, sich für das Wirken Gottes zu öffnen.

Die Reihe der Geistlichen Themenabende im Dom setzt am 2. April Domkapitular Ludger Bornemann fort, der 20 Jahre in Israel gelebt hat. Er spricht über „Jerusalem – Die Stadt der leeren Räume“. Beginn ist um 18.30 Uhr.

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