MÜNSTER

Verkauf der Antonius-Kirche: Gemeinden beklagen „weiter offene Fragen“

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Der geplante Verkauf schlägt hohe Wellen in den muttersprachlichen Gemeinden in Münster. Eine Vertreterin bewertet den Stand des Verfahrens.

Auch nach der Gemeindeversammlung zum geplanten Verkauf der St.-Antonius-Kirche in Münster bleiben für die muttersprachlichen Gemeinden „sehr viele Fragen offen“. Die Eindrücke mehrerer Anwesender gibt im Kirche+Leben-Gespräch Katharina Michalski wieder. Sie gehört der polnischsprachigen Gemeinde an und ist abgesandtes Mitglied der muttersprachlichen Gemeinden in den Pfarreirat von St. Joseph Münster-Süd. Die Antonius-Kirche wird derzeit noch von der polnischen, spanischsprachigen, eritreischen und tamilischen Gemeinde genutzt.

Michalski lobt den „guten Austausch“ vom Mittwochabend. Konkrete Antworten habe es aber kaum gegeben.

„Warum gerade die Antonius-Kirche?“

Es sei immer wieder gesagt worden, die Pfarrei gebe eine Kirche aus finanziellen Gründen ab. „Wir verstehen das“, betont die Gemeindevertreterin. „Aber wir wissen nicht, warum gerade die Antonius-Kirche verkauft wird.“ In der Pfarrei gebe es fünf Kirchen. Das Verfahren sei „nach wie vor intransparent“.

Zudem hätte Michalski sich gewünscht, dass weitere Verantwortliche am Mittwoch deutlich gesagt hätten: „Das Verfahren ist nicht gut gelaufen, wir bitten um Entschuldigung.“ Oft sei davon die Rede gewesen, „das Bistum“ habe so entschieden. Ihr, so Michalski, sei nicht klar, wer „das Bistum“ sei.

„Wie ist der weitere Weg?“

Offen sei auch geblieben, wie der versprochene „gemeinsame Weg“ mit den muttersprachlichen Gemeinden weitergehe. „Wir haben immer für Gespräche zur Verfügung gestanden und sind weiter offen“, sagt Katharina Michalski. Aber allein die polnische Gemeinde sei in Münster in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten bereits mehrfach umgezogen.

Die Gemeindevertreterin bedauert zudem, dass die Kirche nicht den muttersprachlichen Gemeinden zum Kauf angeboten worden sei. „Wir reden über vier Gemeinden, allein zur polnischsprachigen gehören 21.000 Menschen“, erklärt sie. Sie hätte sich durchaus vorstellen können, dass es Spenden oder finanzielle Möglichkeiten gegeben hätte.

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