Ab Sonntag sind alle Bischofsstühle in Deutschland wieder besetzt

Statistik: So alt sind Deutschlands katholische Bischöfe

Wenn am kommenden Sonntag Michael Gerber als Bischof von Fulda eingeführt wird, sind erstmals seit Jahren wieder alle Bischofsstühle der 27 Bistümer in Deutschland besetzt. Im vergangenen Jahr waren Heiner Wilmer im September als Bischof von Hildesheim und Franz Jung als Bischof von Würzburg eingeführt worden.

Der aus dem Erzbistum Freiburg stammende Gerber wird zudem der jüngste Diözesanbischof der Republik. Mit 49 Jahren ist er auch der einzige unter 50-Jährige. Die nächstälteren sind Peter Kohlgraf (51, Mainz), Stefan Heße (52, Hamburg) und Franz Jung (52, Würzburg).

Die Hälfte der Bischöfe ist jünger als 60

Unter 60 Jahren sind insgesamt zwölf und damit fast die Hälfte aller Diözesanbischöfe, nämlich über die genannten hinaus Stefan Oster (53, Passau), Franz-Josef Overbeck (54, Essen), Stephan Burger (56, Freiburg), Helmut Dieser (56, Aachen), Stephan Ackermann (56, Trier), Heiner Wilmer (57, Hildesheim), Georg Bätzing (57, Limburg) und Karl-Heinz Wiesemann (58, Speyer).

Über 70 Jahre alt sind nur drei Bischöfe: Gebhard Fürst (70, Rottenburg-Stuttgart), Hans-Josef Becker (70, Paderborn) und Konrad Zdarsa (74, Augsburg), der im Juni sein 75. Lebensjahr vollendet und dann üblicherweise dem Papst seinen Rücktritt anbieten wird. Danach dürfte es für mehrere Jahre keine Veränderungen auf den Bischofsstühlen in Deutschland geben.

Welcher Bischof ist am längsten im Amt?

Mit großem Abstand am längsten im Amt ist Franz-Josef Bode. Der 68-Jährige wurde vor 24 Jahren zum Bischof von Osnabrück ernannt. Mit sieben Jahren Abstand folgt Ludwig Schick. Der Erzbischof von Bamberg kann zudem im September seinen 70. Geburtstag feiern.

Das Durchschnitts-Lebensalter der deutschen Diözesanbischöfe beträgt knapp 61 Jahre, der Durchschnitt der Amtszeit auf ihrem derzeitigen Posten etwas mehr als acht Jahre.