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Viele Vornamen haben einen biblischen oder einen religiösen Hintergrund. Welche Rolle dieser für unterschiedliche Altersgruppen spielt.
Maria, Markus, Noah: Nur etwa jeder Fünfte (22 Prozent) kennt seinen Namenspatron. Knapp die Hälfte (47 Prozent) gab in einer am Montag veröffentlichten Yougov-Umfrage für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) an, dass sie den Patron oder die Patronin nicht kennt. Rund ein Drittel machte keine Angabe oder erklärte, der eigene Name habe keinen christlichen oder religiösen Hintergrund.
Bei den jüngeren Menschen ist demnach eine Tendenz abzulesen, dass sie durchaus wieder mehr Wert auf ihren Namenspatron legen. Ein gutes Viertel (28 Prozent) der 18- bis 28-Jährigen, die ihren Patron kennen, sagte, diese Figur habe für sie „große Bedeutung“; weitere 24 Prozent sprachen von „gewisser Bedeutung“.
In den anderen Altersgruppen ist der Anteil geringer - bei den sogenannten Millennials (Jahrgänge 1981 bis 1996) waren es beispielsweise 13 und 26 Prozent. Bei der Generation X (1965 bis 1980) lagen die Zahlen bei 4 und 23 Prozent, bei den Boomern (1946 bis 1964) waren es 5 und 22 Prozent.
Namenstag wichtiger als Geburtstag
Vor allem katholische und orthodoxe Christinnen und Christen tragen häufig die Namen von Glaubensvorbildern und stellen sich unter den Schutz von Namenspatronen. Mancherorts war und ist der Namenstag, also der Gedenktag des oder der jeweils namengebenden Heiligen, sogar wichtiger als der Geburtstag. Online befragt wurden laut Yougov 2.063 Personen ab 18 Jahren; die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung.
Die ursprüngliche Meldung wurde von der KNA zurückgezogen. Unter anderem mussten einige Zahlen korrigiert werden.