Gemeinsam mit der „Aktion Hoffnungsschimmer“ unterwegs

Stellvertretender Generalvikar Reidegeld besucht den Irak

Der stellvertretende münstersche Generalvikar Jochen Reidegeld besucht derzeit den Irak. Begleitet wird er nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle von Mitarbeitern der „Aktion Hoffnungsschimmer“. Sie wurde in Senden im Kreisdekanat Coesfeld von Christen und Jesiden gegründet, um Flüchtlinge vor allem im Nordirak zu unterstützen.

Ziel der Reise sei, die medizinische Hilfe, die Wasserversorgung und die Infrastruktur für Bildung in den Flüchtlingslagern weiter auszubauen. Zudem besuche die Gruppe Einrichtungen, die mit Hilfe der „Aktion Hoffnungsschimmer“ errichtet worden seien, und komme mit christlichen Familien zusammen.

Eindrücke großer Zerstörung

„Überall im Irak sieht man nur zerstörte Häuser“, berichtet Reidegeld laut Pressestelle. Er habe eine Stadt von ursprünglich 45.000 Einwohnern besucht. Dort würden nur noch 3.000 Menschen leben. Die jesidischen Bewohner seien umgebracht worden oder geflohen.

Zudem gibt Reidegeld Berichte seiner irakischen Begleiter wieder. Sie hätten ihm Strommasten gezeigt, an denen nach dem Einmarsch der Terrormiliz „Islamischer Staat“ hunderte Jesiden aufgehängt worden seien. Auch sei von einem Brunnen erzählt worden, in den die IS-Kämpfer 2.000 ermordete jesidische Jungen und Männer geworfen hätten.