Nach Aussagen des ZdK-Präsidenten mit Blick auf die Europawahl

Sternbergs Warnung vor der AfD stößt auf Kritik

Nach der Warnung des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, vor einer Wahl der AfD kommt Kritik aus der Partei. Sternberg „spaltet die Gemeinden in 'gute' und 'schlechte' Christen“, sagte der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Volker Münz, am Samstag in Berlin. Sternberg, der bis 2017 CDU-Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen war, „missbraucht damit sein Amt als Präsident der katholischen Laienvertretung, um Politik zu machen“.

Sternberg hatte sich am Donnerstag auf dem Kölner Portal domradio.de im Zusammenhang mit der Europawahl geäußert: Auch wenn die Kirche - ob Laien oder Priester - „zum Glück“ keine Wahlempfehlungen mehr gäben, dürfe vor Parteien gewarnt werden. Er denke, dass radikale Parteien von links und von rechts eine Gefahr für die Demokratie seien. Rechtspopulistische Bewegungen in Europa bedrohten zudem massiv den europäischen Gedanken. „Deshalb warnen wir ganz offen davor, eine rechtspopulistische Partei wie die AfD zu wählen.“