DREIKÖNIGSSINGEN

Diese Sternsinger aus dem Bistum Münster besuchen Bundeskanzler Merz

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Anfang 2026 ist erstmals der CDU-Politiker Gastgeber in Berlin. Nun steht fest, woher die teilnehmende Gruppe aus dem Bistum Münster kommt.

„Wir haben schon seit Jahren darum beworben, bis zum letzten Jahr vergeblich. Aber jetzt hat es geklappt.“ Elke Wilgen meint das Auswahlverfahren des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und des BDKJ für den Besuch im Bundeskanzleramt in Berlin. „Irgendwann hat man ja auch mal Glück. Und diesmal waren wir das.“

In jedem Jahr wird in jedem Bistum eine Gemeinde ausgewählt, die dann eine Gruppe in die Hauptstadt schicken kann. So werden sich Anfang Januar vier Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren aus der Gemeinde Herz Jesu im Großenknetener Ortsteil Ahlhorn (Landkreis Oldenburg) per Zug auf den Weg nach Berlin machen: Levke, Sara, Franka und Wiebke.

Aufregend für die Sternsinger

Begleitet werden sie von Elke Wilgen und Helga Willers aus dem Vorbereitungsteam der Ahlhorner Sternsinger-Aktion. „Als ich die E-Mail mit der Nachricht über unsere Teilnahme gelesen habe, habe ich mich riesig gefreut“, berichtet Helga Willers. „Ich habe es erst gar nicht glauben können.“

Zur Fahrt nach Berlin gehört eine Übernachtung in einer Berliner Jugendherberge und eben der Besuch bei Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich. „Für die Sternsinger ist das total aufregend“, sagt Elke Wilgen. „Und es ist eine schöne Sache, dass wir dort vertreten sind.“ Auch wenn die Mädchen für den Auftritt noch drei Lieder so einüben müssen, dass sie sie auswendig singen können, wie Helga Willers erklärt.

Aktion braucht viele Helferinnen und Helfer

Gemeinsam mit Elke Wilgen und Nicole Feye organisiert sie seit einigen Jahren die Sternsinger-Aktion in der Diaspora-Pfarrei im Landkreis Oldenburg. Dabei wurden zuletzt rund 950 Haushalte besucht. Ohne weitere fleißige Hände aus der Pfarrei wäre das nicht zu schaffen.

„Man muss ja auch Menschen haben, die sich um die Kostüme kümmern oder für die Verpflegung der Kinder sorgen.“ Und auch der Transport sei wichtig. „Wir sind ja eine Flächengemeinde mit großen Entfernungen“, erklärt Elke Wilgen.

Die Sternsinger-Aktion in Ahlhorn wird zwar maßgeblich von der katholischen Pfarrei organisiert, versteht sich aber als ökumenisches Projekt. So ist bei der Aussendungsfeier in der Herz-Jesu-Kirche auch die evangelische Pfarrerin Christine Vieth dabei. Und seit einigen Jahren macht auch eine Gruppe von jesidischen Kindern und Jugendlichen mit, deren Eltern selbst als Geflüchtete in den Ort gekommen sind.

Dreikönigssingen 2026 zum Thema Kinderarbeit

„Schule statt Fabrik“ lautet das Motto des Dreikönigssingens 2026. Es lenkt den Blick auf das Thema Kinderarbeit und will laut Mitteilung zeigen, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Am 30. Dezember wird die Aktion in Freiburg bundesweit eröffnet, Ende 2026 dann in Münster.

Seit der ersten Aktion 1959 haben die Mädchen und Jungen laut Angaben mehr als 1,4 Milliarden Euro gesammelt. Unterstützt werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe und Pastoral in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa. Die Aktion wird vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen.

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