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Weil es zu wenige Sternsinger gibt oder Menschen nicht zuhause sind

„Sternsinger-Segen to go“ in Lünen und Münster

„Christus segne dieses Haus“: Mit dieser Botschaft im Gepäck ziehen die Sternsinger in den kommenden Tagen von Haus zu Haus. In Teilen von Münster und Lünen allerdings läuft die Sache genau anders herum.

„Christus segne dieses Haus“: Mit dieser Botschaft im Gepäck ziehen die Sternsinger in den kommenden Tagen von Haus zu Haus. In Teilen von Münster und Lünen allerdings läuft die Sache genau anders herum. Dort stehen Menschen an zentralen Orten und bieten den „Sternsinger-Segen to go“, also zum Mitnehmen an.

Lünen: Segen auf dem Markt

Weil sich in Lünen am Kirchort St. Marien im vergangenen Jahr kein einziges Kind gemeldet hat, suchte die Gemeinde dort nach neuen Wegen, wie Pastoralreferentin Christina Eikens „Kirche-und-Leben.de“ mitteilte: „Wir möchten dort den Segen zusprechen, wo die Menschen sind: Auf dem Markt beziehungsweise dem Wintermarkt in der Innenstadt.“

Am Samstag (4. Januar) lädt der Gemeindeausschuss von 12 bis 16 Uhr jeweils zur vollen Stunde zu einer kurzen Andacht an einem eigens errichteten Pavillon ein. „Alle Mitfeiernden haben im Anschluss die Möglichkeit, den Sternsinger-Segen mit nach Hause zu nehmen und bei einem Kaffee oder Tee miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Kinder, die als Sternsinger dabei sein möchten, seien am Stand herzlich willkommen. An den drei anderen Kirchorten von Lünen (St. Gottfried, St. Ludger und St. Norbert) findet die Sternsingeraktion den Angaben zufolge wie gewohnt statt.

Münster: Segen vor der Lambertikirche

Auch auf dem Gebiet der Pfarrei St. Lamberti in Münster sind Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige unterwegs. Zusätzhlich werden sie am Montag (6. Januar) von 11 bis 18 Uhr auf dem Kirchplatz vor der St.-Lamberti-Kirche stehen, wie die Bischöfliche Pressestelle in Münster berichtet. „Wir kennen viele Menschen, die nicht zuhause sind, während die Sternsinger durch die Stadt ziehen. Manche müssen arbeiten, andere sind im Urlaub“, erklärt Stephan Orth, Pastoraler Mitarbeiter in St. Lamberti: „Viele vermissen dann den Sternsinger-Segen.“ Diesen Menschen wolle die Pfarrei mit der Aktion entgegen kommen.

Auf dem Kirchplatz singen die Sternsinger ein Lied, spenden den Segen „to go“ und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Beispielland ist 2020 der Libanon im Nahen Osten. Die Sternsinger wollen mit dem Fokus auf dieses Land, in dem der Bürgerkrieg tiefe Wunden hinterlassen hat, darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Frieden überall auf der Welt ist.

Darum geht es bei der Sternsinger-Aktion

Hinter den insgesamt 300.000 engagierten Kindern, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt.

Insgesamt haben die Sternsinger bisher rund 1,14 Milliarden Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 74.400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

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