US-Bischöfe weisen Vorwürfe zurück

Steve Bannon greift Kirche in der Flüchtlingsfrage scharf an

Die katholischen Bischöfe weisen scharfe Angriffe des früheren Chefberaters von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, entschieden zurück und verteidigen ihre Haltung in der Migrationsfrage. Die liebevolle Aufnahme Fremder und Notleidender sei eine Kernforderung der Botschaft Jesu, erklärte die Bischofskonferenz. Bannons Aussage, das Engagement für Flüchtlinge sei kein zentrales Anliegen der katholischen Lehre, sei „absurd“.

Bannon hatte die Kirche zuvor scharf attackiert. Ihre Kritik an der Entscheidung, das Schutzprogramm für die 800.000 Kinder illegaler Einwanderer – die so genannten „Dreamer“ - zu beenden, sei „von einem wirtschaftlichen Interesse an unbegrenzter, illegaler Einwanderung getrieben“, sagte Bannon dem TV-Sender CBS. Es sei offenkundig, worum es den Bischöfen gehe: „Sie brauchen illegale Einwanderer, um ihre Kirchen zu füllen.“

In der Antwort der Bischofskonferenz heißt es, Hilfe für die „Dreamer“ entspreche einem Gebot, dass sich durch die ganze Bibel ziehe. Das Zeugnis der katholischen Bischöfe bei Themen wie Lebensschutz oder eben Migration richte sich nicht nach dem politischen Tagestrend, sondern nach Forderungen des Evangeliums.