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Raus aus der Corona-Enge: KSHG in Münster veranstaltet Drei-Tages-Tour

Studierende auf Mini-Pilger-Strecke durchs Wangerland

  • Katholische Studierende Hochschulgemeinde (KSHG) in Münster lädt zur Kurzpilgertour
  • Angebot auf Studierenden-Situation in Corona-Zeiten abgestimmt
  • Auf dem Wangerländischen Pilgerweg soll Natur und Spiritualität erlebt werden

Ich bin dann mal nur kurz weg – so richtig nach Pilgern hört sich das nicht an, wenn sich die Studierenden der Katholischen Studierenden Hochschulgemeinde (KSHG) Ende September drei Tage an die Nordseeküste aufmachen. Denn weder der Weg gehört zu den klassischen Pilgerstrecken, noch scheint die Dauer der gemeinsamen Zeit zu echten Pilgerehren zu gereichen. „Es ist aber genau die Form, die viele Studierende jetzt brauchen“, sagt Hannah Braucks aus dem Vorbereitungsteam. „Und, ja, es wird keine kurze Wanderung, sondern echtes Pilgern sein.“

Die Corona-Pandemie hat die Voraussetzungen für die Angebote der KSHG verändert. Wo große Veranstaltungen ausfallen müssen und bei kleineren auf Abstand geachtet werden muss, liegt der Weg an die frische Luft auf der Hand. Es gibt aber einen viel gewichtigeren Grund für das gemeinsame Kurz-Pilger-Programm, sagt Braucks: „Die meisten von uns Studierenden haben im Lockdown lange Zeit in ihren Zimmern und Wohngemeinschaften gesessen, haben auf ihre Urlaube verzichtet und ihren Lebensraum verkleinert.“ Sie kennt deshalb von vielen den großen Wunsch, „endlich mal wieder aus Münster rauszukommen, durchatmen zu können, den Kopf frei von Corona-Gedanken zu bekommen.“

Offenes Programm für individuelles Pilgern

Hannah Braucks organisiert die Pilgertouren der KSHG.
Hannah Braucks ist in der Planungsgruppe der KSHG, die Pilgertouren für Studierende organisiert.

Genau dazu sind die Tage geeignet, ist sich Braucks sicher. „Wir wissen, dass wir mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen nach Wilhelmshaven fahren werden.“ Das Programm soll deshalb eine Offenheit haben, die es jedem ermöglicht, sich seinen persönlichen Weg zu gestalten. Kirchenbesuche werden im Angebot sein, Gottesdienste, Impulse und Zeiten der Stille. „Die werden bestimmt helfen, runterzukommen. Wer geht ohne zu sprechen, kommt zu sich.“

Braucks freut sich besonders auf die Begegnungen in den evangelischen und katholischen Gemeinden, mit denen sie schon im Vorfeld Kontakt aufgenommen hat. Es gibt zahlreiche Kirchen an der Wegstrecke. Und die ist letztlich gar nicht so profan touristisch, wie sie zunächst erscheint. Sie führt über den Wangerländischen Pilgerweg, der sich zwischen Schillig, Hooksiel und Hohenkirchen etwa 40 Kilometer durch die Küstenlandschaft schlängelt. „Genau die richtige Streckenlänge“, sagt Braucks. „Und es gibt sogar Pilgerstempel.“

Corona erlaubt nur Zehner-Gruppe

Weitere Informationen im Internet: www.kshg.de

Mit 50 Euro pro Teilnehmer sind die Kosten niedrig. Die angepeilte Anmeldezahl wurde schon etwas überschritten. Derzeit überlegen sich die Organisatoren, ob es auch mehr werden können. Dafür müsste das Konzept aber noch einmal überarbeitet werden. Denn im Moment sind in Niedersachsen nur Gruppen von bis zu zehn Personen erlaubt. „Vielleicht laufen wir dann in Kleingruppen“, kann sich Braucks vorstellen. Auf jeden Fall wird es alternativ  noch zwei Ein-Tages-Touren geben – nach Telgte und durchs Tecklenburger Land.

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