Leonardo Ulrich Steiner leitet Erzbistum Manaus

Südoldenburger Ferien-Pastor wird Erzbischof in Brasilien

Als neuen Erzbischof für das Amazonas-Bistum Manaus hat Papst Franziskus den bisherigen Weihbischof von Brasilia, Leonardo Ulrich Steiner (69), ernannt. Er hat Verbindungen ins südliche Oldenburger Land im Bistum Münster.

Auf Vermittlung des gebürtigen Visbekers und heutigen Bischofs von Obidos, Johannes Bahlmann, habe Steiner schon mehrfach die Ferienvertretung in den Pfarreien St. Antonius Rechterfeld und St. Vitus Visbek übernommen, meldet die Bischöfliche Pressestelle Münster. In Manaus folgt Steiner auf Erzbischof Sergio Eduardo Castriani (65), der aus Gesundheitsgründen seinen Rücktritt eingereicht hatte.

Timmerevers assistierte bei seiner Bischofsweihe

Steiner gehört dem Franziskanerorden an und stammt aus Südbrasilien. Nach Studien in Brasilien und Rom und einigen Jahren in der Pfarrseelsorge war er bis 1995 in der Ausbildung von Seelsorgern und Ordensleuten tätig. Anschließend lehrte Steiner Philosophie in Rom.

Nach der Rückkehr nach Brasilien wurde er Pfarrer und Dozent in Curitiba. 2005 betraute ihn Papst Johannes Paul II. mit der Leitung der Prälatur Sao Felix, für die er zum Bischof geweiht wurde. Bei seiner Bischofsweihe war der damalige Vechtaer Weihbischof Heinrich Timmerevers einer der Konsekratoren, also der weihenden Bischöfe. Im September 2011 wurde Steiner Weihbischof im Hauptstadtbistum Brasilia, seither ist er auch Generalsekretär der brasilianischen Bischofskonferenz.