VATIKAN

Künftige Synodalkonferenz: DBK-Vorsitzender Wilmer übergibt Satzung in Rom

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Ob das neue bundesweite Gremium kommt, ist noch offen. Der ernannte Bischof von Münster nahm jetzt eine weitere Hürde auf dem Weg zur Anerkennung.

Von KNA

Die deutschen Bischöfe haben im Vatikan eine weitere Etappe des Reformprojektes Synodaler Weg beschritten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Münsters ernannter Bischof Heiner Wilmer, legte am Dienstag der römischen Kurie die Satzung für eine künftige Synodalkonferenz zur Anerkennung vor, wie die DBK mitteilte.

Die Bischöfe hatten bei ihrer Vollversammlung im Februar dieser Satzung zugestimmt. In dem neuen Gremium wollen Bischöfe und Laien auf Bundesebene gemeinsam über wichtige Zukunftsfragen beraten und Beschlüsse fassen. Bereits im vergangenen November hatte die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) der Satzung zugestimmt. Der Vatikan muss den Plan absegnen, bevor es losgehen kann.

Die geplante Synodalkonferenz ist ein Ergebnis des Synodalen Wegs, bei dem es etwa um innerkirchliche Gewaltenteilung, eine neue Sexualmoral und um Weiheämter für Frauen ging. Die Bischofskonferenz war beim Umgang mit diesem Projekt in den vergangenen Jahren gespalten. Vier konservative Bischöfe hatten sich daraus zurückgezogen. In der Kirchenleitung in Rom gab es ebenfalls starke Bedenken. Der Vatikan mahnte, dass die Entscheidungsbefugnis jedes einzelnen Bischofs für sein Bistum nicht aufgehoben werden dürfe.

Kontinuität zu Georg Bätzing

Wilmer teilte jetzt mit, er habe dem Präfekten der Vatikanbehörde für die Bischöfe, Erzbischof Filippo Iannone, die Satzung erläutert – „in Kontinuität“ zu seinem Vorgänger Bischof Georg Bätzing sowie zu vielen Vorgesprächen, die der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck geführt hatte.

„Ich bin froh und dankbar, dass wir heute so einen weiteren Schritt auf der langen Etappe des Synodalen Weges fortgesetzt haben“, sagte Wilmer. „Ebenso bin ich dankbar, wie intensiv dieser Prozess in Deutschland in den vergangenen Monaten mit dem weltweiten synodalen Geschehen zusammengeführt wurde.“

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte anlässlich der Vorlage der Satzung: „Die katholische Kirche in Deutschland hat auf ihrem Synodalen Weg mit großem Engagement auf diese Synodalkonferenz hingearbeitet, in der künftig Bischöfe und Laien dauerhaft gemeinsam beraten und Beschlüsse fassen möchten.“ Sie hoffe auf eine zeitnahe Anerkennung. „Es wäre wunderbar, wenn wir noch in diesem Jahr zur konstituierenden Sitzung der Synodalkonferenz zusammenkommen könnten.“ Eine erste Zusammenkunft der Synodalkonferenz ist am 6. und 7. November in Stuttgart geplant.

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