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Warum die Chefin des katholischen Sozialverbands den Benzin-Preisnachlass für falsch hält und welche Maßnahmen es stattdessen bräuchte.
Der erneute Tankrabatt ist für den Deutschen Caritasverband ein Drehen an der falschen Stellschraube. „Der Tankrabatt als Bezuschussung fossiler Brennstoffe bei gleichzeitiger Preiserhöhung für das Deutschlandticket ist eine ökonomische und klimasozialpolitische Fehlentscheidung“, sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Stattdessen brauche es einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem mit Blick auf Familien.
Die am Mittwoch bekannt gewordene mögliche Preiserhöhung für das Deutschlandticket für die bundesweite Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sei Ausdruck fehlenden politischen Willens. Die Zuschüsse von Bund und Ländern seien gedeckelt, dabei zeige der Tankrabatt, dass es finanzielle Spielräume gebe. „Für dieses nachweislich nicht wirksame, kurzfristige Instrument werden 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, obwohl damit die Spritpreise nicht effizient gesenkt und vielmehr die Gewinne der Erdölbranche gesteigert werden“, beklagte Welskop-Deffaa.
Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hatte die voraussichtliche Preiserhöhung beim Deutschlandticket kritisiert. Es sei nicht zu akzeptieren, dass die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro Steuergelder für einen weiteren Tankrabatt freimache, aber das Deutschlandticket nicht wenigstens preisstabil halten könne.