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Die meisten katholischen Täuflinge sind Kinder, die nicht selbst zugestimmt haben. Das wird kritisiert. So reagiert der Papst.
In einem Gottesdienst in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan hat Papst Leo XIV. 20 Kinder getauft. Einige von ihnen sind Kinder von Vatikan-Angestellten.
In seiner Predigt verteidigte der Papst die Tradition der Taufe unmündiger Kinder: "Wenn wir wissen, dass ein Gut notwendig ist, wollen wir es sogleich jenen geben, die wir lieben. Wer von uns würde die Neugeborenen ohne Kleidung oder ohne Nahrung lassen und darauf warten, dass sie erst als Erwachsene Kleidung und Nahrung wählen? Wenn aber Nahrung und Kleidung lebensnotwendig sind, dann ist der Glaube mehr als notwendig, denn mit Gott findet das Leben zum Heil."
Traditioneller Termin
Die Kindertaufe durch den Papst am Sonntag "Taufe des Herrn" fand früher im Petersdom statt, 1983 verlegte Johannes Paul II. sie in die Sixtinische Kapelle. Die Taufe ist die Aufnahme eines Menschen in die Glaubensgemeinschaft der Kirche. Alljährlich werden weltweit rund 15 Millionen Menschen katholisch getauft, die meisten von ihnen sind kleine Kinder.