Weihbischof lobt Klinik-Beschäftigte im Oldenburger Land

Theising: Kirche soll weiterhin Krankenhäuser betreiben

Für den grundsätzlichen Verbleib der katholischen Kirche im System der Krankenhäuser plädiert der Vechtaer Offizial und Weihbischof Wilfried Theising. Die Kliniken leisteten einen großen Dienst an der Gesellschaft, sagte Theising nach Mitteilung des Landes-Caritasverbands für Oldenburg. Das Lob gelte „angefangen von der Reinigungskraft über die Pflegekräfte bis hin zu den Ärzten“, sagte Theising.

Ausdrücklich dankte der Offizial den muslimischen Beschäftigten der Krankenhäuser. Auch sie würden durch ihre Tätigkeit „die katholische Identität der Kliniken“ stützen. Der Weihbischof mahnte zugleich, Profil und Qualität der Krankenhausseelsorge zu schärfen. Dieser Dienst könne „nicht einfach so nebenbei“ geleistet werden.

Arbeitsgemeinschaft vertritt 13 Kliniken im Oldenburger Land

Theising traf sich mit Verwaltungsleitern katholischer Kliniken im Oldenburger Land. Zur entsprechenden Arbeitsgemeinschaft gehören laut Caritas derzeit 13 Kliniken mit 2.900 Betten und 7.500 Beschäftigten. Rund 140.000 Patienten würden pro Jahr stationär, weitere 375.000 ambulant behandelt.

Aus unserem Archiv
Berichte zur Krankenhaus-Krise im Oldenburger Land sowie in Emsdetten, Greven und Steinfurt.

Einige katholische Krankenhäuser hatten in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Probleme gemeldet. Im Winter 2012/13 stand der Verbund Katholischer Kliniken im Oldenburger Münsterland (KKOM) vor der Insolvenz; das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta gewährte über eine neu gegründete Stiftung ein Darlehen von 8,5 Millionen Euro. Nach der Schließung des Marienhospitals Emsdetten aus wirtschaftlichen Gründen im Jahr 2015 gab der Kirchensteuerrat des Bistums Münster 1,5 Millionen Euro für eine Auffanggesellschaft frei.