Weihbischof sprach vor Mitarbeitervertretern

Theising: Leitung einer Einrichtung muss katholisch sein

Weihbischof Wilfried Theising hält für die Leitung einer katholischen Einrichtung die katholische Konfession für nötig. Gleiches gelte im Bildungsbereich, sagte Theising nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle Vechta vor Mitarbeitervertretern katholischer Einrichtungen.

Insgesamt werde die Konfession der Beschäftigten für katholische Einrichtungen aber weniger wichtig. „Da wird sich in den nächsten Jahren einiges ändern. Dafür brauchen wir aber keine Gerichtsurteile, das wissen wir längst selbst“, sagte der Offizial für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster mit Blick auf Urteile der vergangenen Monate. Ähnlich hatte sich kürzlich Münsters Generalvikar Klaus Winterkamp geäußert.

„Untere Lohngruppen nicht ausgliedern“

Theising sprach sich ausdrücklich dagegen aus, untere Lohngruppen in Servicegesellschaften auszugliedern. Diese Praxis hatte zuletzt Pfarrer Peter Kossen aus Lengerich angeprangert. Der Diözesan-Caritasverband hatte Kossens Kritik zurückgewiesen. Im Kerngeschäft von Caritas-Einrichtungen – etwa in der Pflege – gebe es keine Ausgliederungen und eine Tariftreue von 97 Prozent.

Theising verwies auf die seiner Ansicht nach hohe öffentliche Wertschätzung katholischer Einrichtungen. Die Kirche sei bereit, diese zu unterhalten und sogar zu stärken, solange die staatlichen Rahmenbedingungen stimmen.

„Wir können keine Krankenhäuser in Schieflage stützen“

Katholische Krankenhäuser in wirtschaftlicher Schieflage könne die Kirche dagegen nicht stützen. Schon eine einzige Klinik habe einen größeren Etat als der gesamte Offizialatsbezirk: „Das könnten wir gar nicht leisten“, sagte der Weihbischof. In den vergangenen Jahren hatten Häuser in mehreren Orten im Bistum Münster mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, darunter der Verbund „Katholische Krankenhäuser im Oldenburger Münsterland“.

Theising sprach in der Katholischen Akademie Stapelfeld in Cloppenburg. Dort traf sich die Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Offizialatsbezirk Oldenburg. Sie vertritt laut Angaben mehr als 13.000 Menschen.