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Wie die Visbeker App „Messdienerplan“ Kreise zieht

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Ein Informatiker aus den eigenen Reihen hat die Visbeker Messdiener-App entwickelt. Den Code will er bald öffentlich zugänglich machen.

„Das läuft weiterhin und funktioniert super“, sagt Lukas Hermes und meint die Smartphone-App „Messdienerplan“. Mit der organisieren die Ministrantinnen und Ministranten im oldenburgischen Visbek (Kreis Vechta) seit mehr als einem Jahr ihren Dienst am Altar.

Lukas Hermes ist „Präsi“ – so heißt in Visbek der Vorsitzende – der etwa 160 Köpfe zählenden Gemeinschaft. Wie alle anderen reicht auch ihm ein Klick auf die Messdienerplan-App und in Sekundenschnelle filtert das Programm unter „Dienstplan“ seine Termine raus. Mit allen wichtigen Informationen auch über weitere Messdiener-Projekte, etwa das Ferienlager.

Termine lassen sich automatisch im Kalender eintragen

Dank der neuen App müssen Messdiener oder deren Eltern nicht mehr jedes Mal erst die Internetseite der Visbeker Ministranten-Gemeinschaft aufrufen, um sich dort Einsatztermine herauszuschreiben. Per App ist alles einfacher und schneller zu erledigen.

Das Angebot werde mittlerweile von fast allen genutzt, sagt Lukas Hermes. Bei den Grundschülern hätten meist die Eltern die App im Blick. „Aber ab dem 6. Schuljahr haben viele ja schon ein eigenes Smartphone.“

Auch Tauschen von Diensten ist einfacher

Einsatztermine lassen sich von der App direkt in den Online-Kalender eintragen. Mit einer Ankündigungsfunktion, die auf Wunsch rechtzeitig klingelt oder aufploppt: „Man wird pünktlich an seinen Dienst erinnert“, sagt der Ministranten-Präsi.

Die Messdienerplan-App zeigt nicht nur die eigenen Diensttermine an. Auf Wunsch lässt sich auch der komplette Plan aufrufen. Etwa, um bei Bedarf einen Partner zum Diensttausch zu finden. „Wir wollen es mit der Messdiener-App einfacher machen, alles auf dem Schirm zu haben“, sagt Lukas Hermes. Er ist überzeugt, dass das mit der neuen App noch besser funktioniert.

App wurde von Visbeker Messdienern entwickelt

Das Besondere in Visbek: Die Messdienerplan-App wurde nicht etwa gekauft oder von anderen übernommen. Sondern selbst entwickelt. Hauke Tönjes, ein IT-Fachmann und Web-Entwickler aus den eigenen Reihen, hat sie geschrieben. Und er hat dafür gesorgt, dass alle 160 Ministrantinnen und Ministranten sie bequem im Google- oder im Apple-App-Store herunterladen können.

„Wir haben im vergangenen Jahr nur inhaltliche Kleinigkeiten nachjustiert“, erklärt Hauke Tönjes auf Nachfrage von Kirche+Leben zum aktuellen Stand der App. Auch nach seinem Eindruck läuft sie im Alltag reibungslos.

Andere Pfarreien zeigen Interesse an der App

Bei einer Sache ist der Entwickler aktuell aber noch nicht viel weitergekommen. Die hat zu tun mit Anfragen von anderen Messdiener-Gemeinschaften, die das Programm am liebsten für sich übernehmen würden.

Das sei im Prinzip auch kein Problem, sagt Hauke Tönjes. Die App sei zwar für Visbek konzipiert, aber weil es viele Gemeinden gebe, die ihre Messdienereinsätze ganz ähnlich planten, will er den Programmier-Code für die App öffentlich zugänglich machen. Allerdings liege da aber noch Arbeit vor ihm. Und er steckt gerade noch in einem berufsbegleitenden Masterstudium. „Ich bin da aber dran“, beteuert er.

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