Generalvikar Winterkamp überreicht Verdienstkreuz

Theo Brosthaus aus Dinslaken mit päpstlichem Orden geehrt

Theo Brosthaus (81) aus Dinslaken hat den Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ (auf deutsch: für die Kirche und den Papst) erhalten. Generalvikar Klaus Winterkamp überreichte Brosthaus in dessen Heimatstadt das päpstliche Verdienstkreuz.

Brosthaus widmet sich seit Jahrzehnten ehrenamtlichen Projekten in der Kirche und der Gesellschaft, unter anderem der Migrationsarbeit. „Schaffenskraft bewahrt vor seelischer Schlafkrankheit“, lautet sein Leitsatz. Vor der Überreichung des Ordens feierte Brosthaus mit seinen Gästen und Pfarrer Barthel Kalscheur einen Dankgottesdienst, den der Kirchenchor St. Johannes Eppinghoven musikalisch gestaltete.

Winterkamp: Ehrenamt nicht nur mit Vergnügen verbunden

„Das Verdienstkreuz dürfen Sie nun bei allen kirchlichen Anlässen tragen“, erklärte Winterkamp. Er betonte, Brosthaus werde stellvertretend für alle geehrt, die sich ehrenamtlich engagieren. Ohne diese Menschen „würde Kirche nicht funktionieren“, sagte der Generalvikar. Dieses Engagement sei „nicht immer nur mit Vergnügen verbunden“. „Manches Amt bringt Gegenwind, man macht sich nicht immer nur Freunde.“ Brosthaus zeichne aus, dass er sich sowohl kirchlich als auch in seiner Heimatstadt engagiere.

Brosthaus selbst sprach bei seinen Dankesworten zunächst über den am 21. Februar verstorbenen Diakon Bernhard Groß, mit dem er an vielen Projekten gemeinsam gewirkt hatte und den er in den vergangenen Monaten noch oft besucht hatte. „Danke, Bernhard“ sagte Brosthaus schließlich bewegt, bevor er sich an die zahlreichen Ehrengäste im Johannahaus wandte.

„Ich habe gezögert, diese Ehrung anzunehmen“

„Ich habe zunächst gezögert, diese Ehrung anzunehmen“, erklärte er, schließlich gebe es viele Menschen, die sich in der ehrenamtlichen Arbeit einbringen – und für die er den Orden nun stellvertretend erhalten hat. „Die Botschaft des Evangeliums könnte nicht verkündet werden, wenn sich nicht so viele einsetzen dafür“, betonte Brosthaus.

Noch immer gelte der Satz „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, und man müsse sich schämen, wenn man vom eigenen Glück nichts an andere Menschen abgeben wolle. Eindringlich appellierte er an seine Zuhörer, nicht darauf zu warten, alles verändern zu können, sondern schon jetzt das Mögliche zu machen.

Das Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ wurde von Papst Leo XIII. im Jahr 1888 gestiftet und ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes. Inzwischen besteht es aus einem stilisierten Kreuz mit dem Wappen des jeweiligen Papstes und der Inschrift „Pro Ecclesia et Pontifice“. In der Mitte des Kreuzes sind die Apostel Petrus und Paulus dargestellt.