Was Brautleute vor der Feier beachten sollten

Tipps für die Hochzeit von Pfarrer Stefan Jürgens aus Münster

Im Mai geben sich viele Paare das Jawort. Pfarrer Stefan Jürgens aus Münster schreibt, woran sie vor der kirchlichen Hochzeit denken sollten. Er richtet seine Zeilen direkt an die Brautleute.

Liebes Brautpaar, mit der kirchlichen Trauung stellen Sie Ihren gemeinsamen Lebensweg nicht nur unter den Segen Gottes. Vielmehr spenden Sie einander das Sakrament der Ehe. Das bedeutet, Sie werden Zeichen und Werkzeug der Liebe Gottes und seines Bundes mit uns Menschen. Gott möchte seine Liebe durch Sie erfahrbar machen!

Den Termin drei Monate vorher vereinbaren

Für die Trauung gibt es vieles zu überlegen, zu planen und zu organisieren. Die Seelsorger Ihrer Pfarrei stehen Ihnen gerne zur Seite, damit dieser Tag für Sie nicht nur zu einem unvergesslichen Ereignis, sondern zu einer Erfahrung miteinander und mit Gott wird, die Ihr gemeinsames Leben prägen kann.

Sprechen Sie den Wunschtermin dafür möglichst frühzeitig mit dem zuständigen Pfarrbüro ab. Dort wird man einen Seelsorger benennen, der bei Ihrer Trauung assistiert.Setzen Sie sich mindestens drei Monate vor dem Termin mit diesem Seelsorger in Verbindung, damit er mit Ihnen die vorbereitenden Gespräche führen kann. Ihre Trauung kann im Rahmen einer Wortgottesfeier oder einer heiligen Messe begangen werden. Beide Formen sind sehr feierlich. Es kommt darauf an, was Sie und Ihre Gäste am besten mitvollziehen können.

Taufbescheinigung und Gestaltung der Feier

Für das erste Gespräch, in dem es um die kirchenrechtlichen Dinge geht, wird eine aktuelle Taufbescheinigung benötigt, die Sie von Ihrem Taufpfarramt erhalten. Im zweiten Gespräch wird die inhaltliche Gestaltung Ihrer Trauung in den Blick genommen. Für die Trauung entstehen Ihnen keine Kosten, sofern Sie in Ihrer Heimat- oder in Ihrer Wohnsitzpfarrei heiraten.

Hier noch ein paar praktische Tipps: Ziehen Sie als Paar gemeinsam in die Kirche ein! Dies ist ein Symbol Ihres Lebensweges. Vermeiden Sie deshalb unbedingt die Unsitte, als Braut vom Vater hereingeführt zu werden, denn das damit verbundene Frauenbild werden Sie nicht teilen wollen.

Hochzeitskerze und Fotos zur Erinnerung

Eine Hochzeitskerze kann eine schöne Ergänzung zu Ihren beiden Taufkerzen sein. Fotos oder Video werden an Ihre Trauung erinnern. Sorgen Sie jedoch dafür, dass nur ein einziger Fotograf die Trauung festhält. Streuen Sie in der Kirche keine Blumen, draußen keinen Reis.

Bedenken Sie: Es ist Ihre ganz persönliche, einmalige Trauung. Schreiben Sie deshalb nicht nur aus gesammelten Heftchen anderer Brautleute ab. Vermeiden Sie Klischees und Kitsch, es ist Gottesdienst! Wählen Sie die Lieder und Texte, die zu Ihnen passen. Alles Weitere besprechen Sie dann mit dem Seelsorger, der Sie begleiten wird. Sie dürfen einfach da sein und Gottes Liebe feiern. Herzlich willkommen!