Der „Kirche-und-Leben.de“ Jahres-Rück-Klick

Top 10: Das hat Sie 2018 am meisten interessiert

2018 war ein bewegendes Jahr für die katholische Kirche. Zeit für einen besonderen Jahresrückblick. Wir zeigen Ihnen hier nicht, was uns wichtig erscheint. Wir fassen in unserem Jahres-Rück-Klick zusammen, welche Artikel Sie, unsere „Kirche-und-Leben.de“-Nutzer, am meisten gelesen haben.

Platz 10

Der 4.300-Sänger-Chor auf dem Domplatz in Münster. | Foto: Marie-Theres Himstedt
Der 4.300-Sänger-Chor auf dem Domplatz in Münster. | Foto: Marie-Theres Himstedt

Als am 10. Mai 4.300 Sänger auf den Domplatz in Münster kamen, war „Kirche-und-Leben.de“ natürlich vor Ort. Im Rahmen des Katholikentags sangen dort Chöre aus dem ganzen Bistum Münster für den Frieden.

Video: So klingt der 4.300-Sänger-Chor auf dem Katholikentag

Platz 9

In Sachen Kindesmissbrauch durch Geistliche ging die Bistumsleitung Ende November in die Offensive. Auf einer Informationsveranstaltung in Rhede, wo die Untersuchungen durch ein Opfer aktuell angestoßen wurden, informierten Vertreter des Bistums die Pfarrmitglieder über die Fakten des Falls – und Räumten die Mitschuld der damaligen Bistumsleitung ein. Bischof Genn nannte den Missbrauch ein „widerwärtiges Verbrechen“.

Missbrauch: Versagen der Verantwortlichen im Fall Pottbäcker

Platz 8

Wieder Katholikentag. Der Pfarrer von Cloppenburg, Bernd Strickmann, möchte den Katholikentags-Pilgern seiner Pfarrei das tägliche Pendeln nach Münster – 130 Kilometer pro Strecke – ersparen. Also bucht er kurzerhand ein ganzes Hotel für die Münster-Besucher aus Cloppenburg.

Pfarrer aus Cloppenburg bucht komplettes Hotel für Katholikentag

Platz 7

Im Januar entpflichtete Bischof Felix Genn den Pfarrer der Pfarrei „Zur Heiligen Familie“ in Kleve-Materborn, Christoph Grosch, von seinen Aufgaben. Dem Pfarrer wird „unangemessenes Kommunikationsverhalten mit einem Jugendlichen“ über „WhatsApp“ vorgeworfen. Die Vorfälle hätten nichts mit sexuellem Missbrauch zu tun, teilte das Bistum mit. Der ehemalige Materborner Pfarrer soll keine „strafrechtlich relevante Handlungen“ begangen haben.

Christoph Grosch aus Kleve nach Chat mit Jugendlichen abgesetzt

Platz 6

Stellen Sie sich folgenden Dialog bei einer Firmung vor. Weihbischof: „Wo ist Maximilian?“ Antwort: „Kann nicht kommen. Muskelfaserriss.“ Weihbischof: „Dann firme ich ihn eben bei ihm zuhause.“

So ähnlich muss es im August in Dorsten zugegangen sein. Der Weihbischof war Dieter Geerlings. Seine spontane Wohnzimmer-Firmung kam nicht nur bei Maximilians Familie gut an.

Geerlings firmt Maximilian Weidner aus Dorsten im Wohnzimmer

Platz 5

Franziskus von Boeselager während des Projekts „Valerie und der Priester“ mit Autorin Valerie Schönian. | Foto: Michael Bönte
Franziskus von Boeselager während des Projekts „Valerie und der Priester“ mit Autorin Valerie Schönian. | Foto: Michael Bönte

Großes Interesse hatten Sie auch an dem Wechsel des Priesters Franziskus von Boeselager aus dem Bistums Münster ins Erzbistum Köln. Von Boeselager wurde überregional durch seine Teilnahme am Projekt „Valerie und der Priester“ bekannt. Dabei hatte die Autorin Valerie Schönian von Mai 2016 bis Mai 2017 den Kaplan mit einem täglichen Blog im Internet bei seiner Arbeit begleitet. Seit Oktober ist von Boeselager nun Teil des Seelsorge-Teams der Kölner Innenstadt-Kirche Sankt Aposteln, die nach dem Plan des Erzbistums mit 38.500 Katholiken einen „Sendungsraum Köln-Mitte“ bilden soll.

Franziskus von Boeselager verlässt das Bistum Münster

Platz 4

Im Juli hat Papst Franziskus für eine Überraschung gesorgt. Ohne Absprache mit dem vorgesehenen Priester ist Franziskus an dessen Stelle getreten und hat die Ehe zwischen einem Schweizergardisten und einer Brasilianerin geschlossen, die in den Vatikanischen Museen arbeitet. Große Überraschung bei den Hochzeitsgästen – das Brautpaar war eingeweiht.

Papst traut überraschend junges Hochzeitspaar im Vatikan

Platz 3

Die Debatte, ob evangelische Christen mit ihren katholischen Ehepartnern an der Eucharistie teilnehmen dürfen, wird die deutschen Bischöfe noch länger beschäftigen. Den bisherigen Höhepunkt erreichte der offene Streit Anfang April, als die sieben Bischöfe Woelki, Schick, Zdarsa, Hanke, Ipolt, Voderholzer und Oster einen Brief an den Vatikan schickten. Darin kritisierten sie einen Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz. Kardinal Marx reagierte.

Bischöfe streiten offen über Kommunion für Protestanten

Platz 2

Auf den zweiten Platz schaffte es ein Video mit der Effata-Band im Vorfeld des Katholikentags. Die Band hatte ein Lied zum Motto geschrieben und uns vorgespielt. Sie haben sich mit dem Lied und dem Video offenbar intensiv auf den Katholikentag in Münster eingestimmt.

Lied für den Katholikentag soll Ohrwurm werden

Platz 1

Kabarettist Eckart von Hirschhausen auf einem Podium beim Katholikentag 2018. | Foto: katholikentag.de
Kabarettist Eckart von Hirschhausen auf einem Podium beim Katholikentag 2018. | Foto: katholikentag.de

Auf den ersten Platz der meist geklickten Artikel des Jahres 2018 schafft es eine Entschuldigung zum Kommunionstreit. Kabarettist Eckart von Hirschhausen hatte auf einem Katholikentagspodium gesagt: „Ich möchte die Oblate bekommen – oder ich möchte mein Geld zurück!“ Da der Protestant steuerlich gemeinsam mit seiner katholischen Frau veranschlagt werde, zahle er auch Kirchensteuer. Als „Gutverdiener“ bezeichnete er sich gegenüber Kardinal Woelki als „einer Ihrer größeren Sponsoren“. Einen Tag später entschuldigte er sich für die „Oblaten-Äußerung“. Es tue ihm leid, wenn er damit Gefühle von Menschen verletzt habe. Das sei nicht seine Absicht gewesen.

Kabarettist von Hirschhausen entschuldigt sich für Oblaten-Äußerung