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Das Bonifatiuswerk in Paderborn engagiert sich seit langem in der Glaubensvermittlung. Generalsekretär Georg Austen über den Reichtum der Rituale.
Braucht es in einer zunehmend säkularen Gesellschaft das Sakrament der Eucharistie?
Mehr denn je! In einer Gesellschaft, in der religiöse Bindungen nicht mehr selbstverständlich sind, brauchen Kinder und Familien Orte, wo ihnen die Inhalte des christlichen Glaubens nahegebracht werden und sie eine konkrete Glaubensgemeinschaft erleben können. Die Erstkommunion ist ein solcher Ankerpunkt. Sie ist eine Einladung an die gesamte Familie, grundlegende Werte und sinnstiftende Rituale des Glaubens zu erfahren und für sich neu zu entdecken. Wir als Bonifatiuswerk wollen helfen, diesen Weg bewusst zu gestalten – nicht als Folklore oder sich alljährlich wiederholendes Event und schon gar nicht als Schlusspunkt des persönlichen Glaubensweges, sondern als Einladung zu einer lebendigen Beziehung zu Christus und zur Kirche.
„Ihr seid meine Freunde“ – so lautet das Leitwort der diesjährigen bundesweiten Erstkommunion-Aktion des Bonifatiuswerkes. Warum wurden ausgerechnet diese Worte aus dem Johannesevangelium ausgewählt?
Wenn Jesus sagt „Ihr seid meine Freunde“, dann sind diese Worte weit mehr als ein einfacher Ausdruck von Zuneigung. Er spricht Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen Würde und Nähe zu. Freundschaft ist etwas sehr Vertrautes: Sie bedeutet Vertrauen, verlässliche Beziehungen, gemeinsam auf dem Weg zu sein – und auch Versöhnung.
Für Erstkommunionkinder ist das eine wunderbare Zusage: Jesus ist kein ferner Beobachter, sondern ein Begleiter, der immer an eurer Seite ist. In der Eucharistie, in der er selbst in den Gaben von Brot und Wein mitten unter uns ist, schenkt er sich selbst – das ist der tiefste Ausdruck von Freundschaft und gelebter Beziehung.
Das Bonifatiuswerk erstellt jedes Jahr Materialien für die Erstkommunion-Vorbereitung. Es wird bundesweit an etwa 10.000 katholische Kirchengemeinden verschickt. Warum ist Ihnen diese Unterstützung ein so großes Anliegen?