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Für 17 junge Menschen beginnt der Freiwilligendienst im Ausland. Für Merle Reinshagen und Timo Kwasny geht es in die Dominikanische Republik.
Für Merle Reinshagen (19) aus Warendorf und Timo Kwasny (18) aus Münster beginnt in wenigen Tagen ein neuer Lebensabschnitt. Die beiden jungen Erwachsenen sind Ende Juli, unterstützt vom Freiwilligendienst „weltwärts“ und dem Bistum Münster, für ein Jahr in die Dominikanische Republik gereist. In San Cristóbal engagieren sie sich in der Pfarrgemeinde Nuestra Señora de la Paz sozial und erleben dort den Alltag der Menschen unmittelbar mit.
Leben in Gastfamilien
Schon lange stand für beide fest, dass sie nach dem Abitur bewusst Zeit im Ausland verbringen, Menschen begegnen und neue Perspektiven kennenlernen wollen. Den entscheidenden Impuls gaben ehemalige Freiwillige, die an ihren Schulen von ihren Erfahrungen berichteten.
In San Cristóbal leben Merle Reinshagen und Timo Kwasny bei Gastfamilien. Ihr Einsatz führt sie in verschiedene soziale Einrichtungen der Pfarrgemeinde. Dort unterstützen sie unter anderem in einem Kindergarten, einer Schule, einem Gesundheitszentrum sowie bei Angeboten der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche. „Gerade das Leben in einer Gastfamilie macht den Unterschied“, sagt Merle Reinshagen. „Man erlebt den Alltag nicht als Tourist, sondern wird wirklich Teil des Lebens vor Ort.“
Raus aus der Komfortzone
Beide hoffen, dass sie selbst viel lernen werden. „Ich möchte aus meiner Komfortzone herauskommen und mich persönlich weiterentwickeln“, erklärt Merle Reinshagen. Kwasny freut sich besonders darauf, eine andere Lebensweise kennenzulernen: „Man bekommt einen ganz neuen Blick auf das Leben und kommt mit einer anderen Perspektive zurück.“
Natürlich fiel der Abschied von Familie und Freunden nicht leicht. Merle Reinshagen wird während ihres Auslandsjahres unter anderem das Abitur ihrer Zwillingsschwester verpassen. Fotos von allen, die ihnen lieb sind, haben die beiden deshalb selbstverständlich mitgenommen. Und auch das Wissen, dass „unsere Familien und Freunde unseren Freiwilligendienst voll und ganz unterstützen“.