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Für 17 junge Menschen beginnt das Abenteuer Freiwilligendienst im Ausland. Mia Mesenhöller ist als Freiwillige in Mexiko unterwegs.
Die Vorfreude war groß und wuchs gemeinsam mit der Aufregung von Tag zu Tag. Mitte August hob ihr Flieger Richtung Mexiko ab. Es geht für sie nach Tepeji del Río. Ihr Ziel liegt im zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo und gehört zum Partnerbistum Tula, mit dem das Bistum Münster seit vielen Jahren verbunden ist. Rund 9.600 Kilometer von ihrer Heimatstadt Senden (Kreis Coesfeld) entfernt wird sich Mia Mesenhöller ein Jahr lang engagieren. Ihren Freiwilligendienst leistet die 18-Jährige über das Bistum im Rahmen des entwicklungspolitischen Programms „weltwärts“.
„Ich habe schon immer mit dem Gedanken gespielt, nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland zu machen. Jetzt ist dafür der perfekte Zeitpunkt“, sagt die 18-Jährige. Auf die Idee, den Dienst über das Bistum zu absolvieren, brachte sie ein ehemaliger Freiwilliger, der an der bischöflichen Friedensschule von seinen Erfahrungen in Mexiko berichtete. „Da war mir klar: Das will ich auch machen. Mich haben vor allem die Offenheit und Lebensfreude beeindruckt, von denen er erzählt hat“, berichtet Mia Mesenhöller. Die Kombination aus einem Auslandsaufenthalt und sozialem Engagement sei für sie ideal. „Ich erlebe viel Neues, lerne mehr über mich selbst und kann mich zugleich sozial einbringen.“
Projekt in Mexiko begeistert Mia
Auf ihrer Wunschliste standen Ghana und Mexiko ganz oben. „Dass es Mexiko geworden ist, finde ich klasse. Das Projekt hat mich von Anfang an begeistert, weil es viele Möglichkeiten bietet. Ich freue mich darauf, ein Jahr lang in unterschiedlichen Bereichen der Gemeinde mitzuarbeiten und den Glauben in einem anderen Land kennenzulernen“, sagt Mia Mesenhöller. Auch über eigene Projekte hat sie bereits nachgedacht: „Ich kann mir vorstellen, mit Kindern ein Gartenprojekt ins Leben zu rufen oder eine Sport-AG beziehungsweise einen Selbstverteidigungskurs anzubieten.“
Untergebracht ist die Sendenerin bei einer Gastfamilie. „Ich bin ein Familienmensch. Deshalb kommt mir das sehr entgegen. Außerdem lerne ich so das authentische Leben vor Ort kennen“, erklärt sie. Sprachbarrieren bereiten ihr keine Sorgen. Bereits in der Schule hat sie von der siebten bis zur zehnten Klasse Spanisch gelernt. „Ich liebe die Sprache“, sagt sie. Gemeinsam mit drei weiteren Freiwilligen, die ebenfalls im Bistum Tula eingesetzt werden, besucht sie in den ersten vier Wochen nach ihrer Ankunft eine Sprachschule. Dort kann sie ihre Sprachkenntnisse auffrischen und vertiefen.
Familienbesuch angedacht
Zusammen mit 16 weiteren Freiwilligen hat sich Mia Mesenhöller in den vergangenen Monaten auf ihren Einsatz vorbereitet. „Die Seminare waren sehr schön. Wir sind als Gruppe eng zusammengewachsen“, freut sie sich. Entstanden sind dabei auch neue Freundschaften. Zwei der anderen Freiwilligen, die sich in der Dominikanischen Republik engagieren, wird sie beim Zwischenseminar in Mexiko wiedersehen. Auch ihre Familie denkt bereits über einen Besuch nach. „Im Moment haben wir die Osterferien dafür ins Auge gefasst“, blickt die 18-Jährige voraus.