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„Das Bekannte verlassen“: Sophia und Anton gehen für ein Jahr nach Mexiko

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Für 17 junge Menschen beginnt das Abenteuer Freiwilligendienst im Ausland. Für Sophia Motel und Anton Seeger geht es nach Mexiko.

Das Abenteuer Freiwilligendienst hat für Sophia Motel (19) und Anton Seeger (18) begonnen. Mitte August sind die beiden jungen Erwachsenen aus Münster mit Unterstützung des Freiwilligendienstes „weltwärts“ und des Bistums Münster für ein Jahr nach Mexiko aufgebrochen. 9.600 Kilometer entfernt von zu Hause werden sie sich dort in unterschiedlichen sozialen Projekten engagieren.

Angetrieben von dem Wunsch, neue Erfahrungen zu sammeln, selbstständiger zu werden und die eigene Komfortzone zu verlassen, haben sich die beiden jungen Erwachsenen für den Freiwilligendienst beworben. „Ich freue mich am meisten darauf, neue Menschen kennenzulernen“, erklärt Sophia Motel. „Und auf das mexikanische Essen“, ergänzt Seeger lachend. Die 19-Jährige wurde durch Bekannte auf die Möglichkeit eines Freiwilligendienstes im Ausland aufmerksam, während der 18-Jährige in der Schule davon erfuhr.

Mitarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit

In Mexiko werden die beiden Freiwilligen soziale Projekte im Partnerbistum des Bistums Münster, dem Bistum Tula, unterstützen. Dies liegt im Norden von Mexiko-Stadt im Bundesstaat Hidalgo. Dort übernehmen sie in unterschiedlichen Kirchengemeinden in Absprache mit dem Pfarrer verschiedenste Aufgaben, wobei sie in den ersten Tagen von erfahrenen Freiwilligen eingearbeitet werden.

„Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, das gefällt mir an dem Projekt besonders gut“, sagt Seeger erfreut. Die beiden haben die Möglichkeit, Deutsch- und Englischkurse in den Schulen anzubieten, bei den Kinder- und Jugendgruppen mitzuhelfen und auch in einer Bäckerei mitzuarbeiten. Seeger wird bei seiner Arbeit unter anderem in einer Flüchtlingsunterkunft mithelfen. Auch für eigene Ideen und Projekte bleibt Raum. „Ich hätte richtig Lust, eine Volleyballmannschaft zusammenzustellen“, plant Sophia Motel, die selbst seit vielen Jahren Volleyball spielt. Während die beiden in Mexiko sind, wird sie bei einer Gastfamilie leben, Anton Seeger im Pfarrhaus.

Sprachschule zum Einstand

Auf ihre Zeit im Ausland wurden die beiden gemeinsam mit 15 weiteren Freiwilligen intensiv vorbereitet, berichtet Seeger. „Während der Seminarwochen hat man langsam realisiert, dass man nun wirklich für ein Jahr ins Ausland gehen wird. Da hat es sich auf einmal viel realer angefühlt“, erinnert sich Sophia Motel. Beide fühlen sich für das bevorstehende Jahr gut gerüstet. Gleichzeitig ist sich die 19-Jährige sicher: „Man kann sich nicht auf alles vorbereiten. Vieles wird man erst in den Situationen vor Ort lernen.“ Dazu zählt auch die Sprache. Im ersten Monat in Mexiko besuchen beide eine Sprachschule. Mit dem Lernen hat Sophia Motel bereits begonnen: „In den vergangenen Tagen hat mir eine Freundin schon ein bisschen Spanisch beigebracht.“

Der Abschied von Familie und Freunden ist ihnen nicht leichtgefallen. „Wir werden für eine lange Zeit das uns Bekannte verlassen – unsere Familien und Freunde“, sagt die Freiwillige. „Ich denke, da gehört Heimweh einfach dazu.“ Doch beide hatten in ihren Koffern einen Platz für Erinnerungen an ihre Liebsten reserviert. Motels Freunde haben sich für sie etwas ganz Besonderes überlegt: „Sie haben für mich ein Freundebuch ausgefüllt, in dem auch Platz für die Menschen ist, die ich in Mexiko kennenlernen werde.“ Auch Seeger trägt eine Erinnerung mit sich: Gemeinsam mit seiner Mutter hat er sich ein Tattoo stechen lassen, und zwar den Satz „Viva la vida“.

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