TOP-THEMA KATHOLIKENTAG (6)

Ein ABC zum Katholikentag in Würzburg

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Den Bischof in der Bahnhofsmission, einen Wein vom Stein und Schutzpatrone als Playmobilfiguren: Würzburg hat viel zu bieten.

Von KNA

A wie Alte Mainbrücke: Bis 1886 einziger Flussübergang, gesäumt von zwölf Heiligenfiguren, darunter die Frankenapostel. Mindestens ein "Brückenschoppen" mit Frankenwein ist Pflicht.

B wie Bahnhofsmission: Eine der wichtigsten Sozialeinrichtungen der Stadt, rund um die Uhr geöffnet. Prominentester ehrenamtlicher Helfer: Bischof Franz Jung.

C wie Carillon: Seltenes Glockenspiel im Turm der Neubaukirche, das über Tasten mechanisch angeschlagen wird. Halbstündige Konzerte immer mittwochs.

D wie DJK: Im katholischen Sportverein Deutsche Jugendkraft Würzburg lernte Basketball-Legende Dirk Nowitzki die Korbjagd.

E wie Echter: Fürstbischof Julius Echter, prägende Figur der Stadtgeschichte im 16. und 17. Jahrhundert. Das Juliusspital verdankt ihm seinen Namen, auch die Uni und ein Verlag.

F wie Frankenapostel: Die irischen Wandermissionare Kilian, Kolonat und Totnan brachten im 7. Jahrhundert den christlichen Glauben nach Würzburg. Hat sie den Kopf gekostet. Man erinnert sich aber gern an sie – neuerdings auch mit Playmobilfiguren.

G wie Gemeinsame Synode der westdeutschen Bistümer: Von 1971 bis 1975 versammelten sich Bischöfe und Laien aus der ganzen Bundesrepublik im Würzburger Dom. In mehreren Sitzungen beschlossen sie gemeinsam, wie die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils in Deutschland umgesetzt werden sollen. So geht Synodalität.

Besuchen Sie Kirche+Leben in Würzburg!
Willkommen in Würzburg! Wenn Sie beim Katholikentag dabei sind, erwartet Sie Chefredakteur Markus Nolte am Stand von Kirche+Leben und Emmaus-Reisen im Zelt der Nordbistümer, in dem sich auf Einladung der Darlehnskasse Münster (DKM) die Diözesen Münster, Osnabrück, Hildesheim und Hamburg präsentieren. Sie finden uns nach einem kurzen Gang von der Würzburger Innenstadt über die Friedensbrücke rechts direkt am Mainufer (Stand FB-N-19).

H wie Himmelspforten: Kloster und Exerzitienhaus auf der linken Mainseite. Tagungsort der deutschen Bischöfe. Bisher kamen alle Klausurteilnehmer wieder lebend zur Pforte heraus.

I: Ergibt in Verbindung mit dem "l" davor eine beliebte Endsilbe im lokalen Dialekt, siehe Meefischli. Keiner beherrscht die verniedlichende Verkleinerung besser als Kabarett-Kultfigur Erwin Pelzig mit seinem Hütli und Handtäschli.

J wie Juliusspital: Wichtige Gründung von Julius Echter. Krankenhaus und Seniorenstift, aber auch zweitgrößtes deutsches Weingut.

K wie Käppele: Volkstümlicher Name für Würzburgs bekannteste Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg. Je nach Zählung in 247 oder 265 Stufen zu erklimmen. Überstand als eine der wenigen Kirchen den verheerenden Bombenangriff vom 16. März 1945.

L wie Lusamgärtchen: lauschiges Plätzchen hinter der Neumünsterkirche. Üppig bewachsener romanischer Kreuzgang mit Gedenkstein für Minnesänger Walter von der Vogelweide.

M wie Meefischli: regionales Streetfood, auch "Sardinen des Mains" genannt. Dürfen traditionell nicht größer sein als der kleine Finger des Frankenapostels Kilian auf der Alten Mainbrücke, also zwölf Zentimeter.

N wie Neumann, Balthasar: Bedeutender Baumeister des Barock, hat in Würzburg seine Spuren hinterlassen, in der Residenz und auf dem Käppele. Zierte einst den 50-D-Mark-Schein.

O wie Oberbürgermeister: Ist in Würzburg Heilig, aber erst seit 2025. Martin Heilig eroberte als erster Grüner das Rathaus einer bayerischen Großstadt.

P wie Perle am Main: Beiname Würzburgs. Ein weiterer: "Stadt der 1.000 Madonnen", wegen der vielen Marienfiguren an Hauswänden. Witzigster Slogan beim Kreativwettbewerb der Stadtwerbung 2009: "Würzburg – das Weinfass an der Autobahn".

Q wie Quantenphysik: "Katze Q" heißt ein von Würzburger Forschern mitentwickeltes digitales Lernspiel. Soll schon die Jüngsten für den Mikrokosmos aus Quanten und Quarks begeistern. Vorkenntnisse unnötig.

R wie Residenz: Wichtigste Sehenswürdigkeit Würzburgs. Barocker Schlossbau, entworfen von Balthasar Neumann nach dem Grundriss von Versailles. Für Napoleon der "schönste Pfarrhof Europas".

S wie Stein: "Würzburger Stein" ist die größte zusammenhängende Einzellage im deutschen Weinbau. Steile Muschelkalkböden und Lehm sorgen für besonderes Aroma. Nicht nur Goethes erklärtes Lieblingsgetränk.

T wie Tiepolo, Giovanni Battista: Der Barockmaler schuf für das Treppenhaus der Residenz das weltgrößte zusammenhängende Deckenfresko. Es zeigt die vier damals bekannten Erdteile.

U wie Unesco: Als erstes bayerisches Kulturgut landete die Würzburger Residenz 1981 im Welterbeverzeichnis.

V wie Veitshöchheim: Flussabwärts gelegen, Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe. In den örtlichen Mainfrankensälen wird alljährlich die "Fastnacht in Franken" zelebriert, erfolgreichste Sendung des Bayerischen Fernsehens.

W wie Walter von der Vogelweide: Bedeutendster Lyriker des deutschen Mittelalters, Geburtsort unbekannt, möglicherweise in Würzburg gestorben. Gedenkstein im Lusamgärtchen.

X wie Mr. X: Legendärer Bösewicht lässt sich auch in Würzburg in einem Aktivspiel durch die Stadt jagen. Zufällig kommt man an den touristischen Hotspots vorbei. Ein Glas Wein inklusive.

Y wie Y-Spange: Verbindungsstraße zwischen dem Stadtteil Heuchelhof und der B19. Führt über eine 55 Meter hohe Brücke.

Z wie Zipfel, blaue: Wurstspezialität, gekocht in einem Sud aus Zwiebeln und anderem Wurzelgemüse, Essig, Frankenwein sowie Gewürzen. Daher rührt die typische Färbung.

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