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Münsters ernannter Bischof Heiner Wilmer und EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs trafen im Vorfeld aufeinander. Welche Erwartungen sie haben.
Kurz vor Beginn des Katholikentags in Würzburg haben die beiden großen Kirchen zu gesellschaftlichem Dialog und Einsatz gegen zunehmende Spaltung aufgerufen. „Viele Menschen erleben derzeit, wie hart gesellschaftliche Debatten geworden sind. Misstrauen wächst, Positionen verhärten sich, und immer häufiger wird übereinander statt miteinander gesprochen“, erklärten am Mittwoch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs. „Als Kirchen wollen wir dem etwas entgegensetzen: Orte, an denen Menschen einander zuhören, Unterschiede aushalten und gemeinsam nach Lösungen suchen.“
Mit Blick auf das Leitwort des diesjährigen 104. Katholikentags „Hab Mut, steh auf!“ betonten beide: „Mutig ist heute, wer das Gespräch sucht, auch dort, wo Positionen als unvereinbar erscheinen.“
Den anderen nicht abschreiben
Besuchen Sie Kirche+Leben in Würzburg!
Willkommen in Würzburg! Wenn Sie beim Katholikentag dabei sind, erwartet Sie Chefredakteur Markus Nolte am Stand von Kirche+Leben und Emmaus-Reisen im Zelt der Nordbistümer, in dem sich auf Einladung der Darlehnskasse Münster (DKM) die Diözesen Münster, Osnabrück, Hildesheim und Hamburg präsentieren. Sie finden uns nach einem kurzen Gang von der Würzburger Innenstadt über die Friedensbrücke rechts direkt am Mainufer (Stand FB-N-19).
Was im Kleinen gelte, trage auch im Großen: „Frieden entsteht dort, wo Menschen und Nationen einander nicht abschreiben, sondern Verständigung suchen. Angesichts von Krieg und Gewalt in vielen Teilen der Welt setzen sich die Kirchen für Versöhnung, Menschlichkeit und Überwindung von eskalierten Konflikten ein“, so Bischöfin Fehrs und Bischof Wilmer.
Evangelische und katholische Christen verbinde mehr, als sie trenne, fügten sie hinzu. „Gerade weil wir nicht in allem gleich sind, zeigt die Ökumene, dass Verständigung möglich ist und Vertrauen wachsen kann. Diese Erfahrung braucht auch unsere Gesellschaft.“ Der Katholikentag beginnt an diesem Mittwochabend mit einer Eröffnungsveranstaltung auf dem Würzburger Residenzplatz.