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Der Geistliche setzt die Tour durch sein künftiges Bistum fort. Warum ihm die Station im Kreis Coesfeld besonders am Herzen liegt.
Die Caritaswerkstatt und die Kinderheilstätte prägen seit vielen Jahren das Leben im Ort – nun wurden sie zum Ausgangs- und Zielpunkt eines besonderen Tages: Rund 60 Menschen pilgerten am Mittwoch, 17. Juni, gemeinsam mit Bischof Heiner Wilmer durch Nordkirchen. Mit dabei waren Beschäftigte der Caritas-Werkstatt sowie Schüler der Maximilian-Kolbe-Förderschule und Mitarbeiter – eine bunt gemischte Gruppe, die unter dem Motto „Zusammen geht was“ gut fünf Kilometer unterwegs war.
Die Pilgertour ist Teil von Wilmers Reise durch das Bistum kurz vor seiner Amtseinführung. Er möchte zuhören, ins Gespräch kommen und mit den Menschen Gemeinschaft im Glauben erleben. Zugleich versteht er das Pilgern als Ausdruck einer suchenden Kirche und als Möglichkeit, schon vor seiner Amtseinführung im Bistum Münster anzukommen.
Stola als Geschenk
„Eine große Freude“ und „ein Privileg“ sei dieser Tag für ihn, sagte Wilmer. Dass ihm die Begegnung mit Menschen mit Behinderung besonders am Herzen liegt, hat auch persönliche Gründe: In Kanada lebte er in der Nähe von Toronto selbst eine Zeitlang in einer ähnlichen Einrichtung. Entsprechend offen ging er auf die Teilnehmer zu, suchte immer wieder das Gespräch und begegnete ihnen auf Augenhöhe.
Los ging es in der Caritaswerkstatt. Dort erhielt der Bischof eine handgemachte Stola – ein Geschenk, das ihn sichtlich rührte. Weiter führte der Weg zum Caritas-Wohnhaus, in dem 24 Menschen seit einem Jahr leben. Bewohner Hans hatte extra sein Zimmer aufgeräumt, in der Hoffnung auf Besuch – auch wenn die Zeit dafür nicht reichte, wurde spürbar, wie sehr das Haus für viele ein Zuhause geworden ist.