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Der Generalobere Davide Paligarini sprach mit Glaubenspräfekt Fernández. Wie das Treffen aus Sicht der Gemeinschaft verlief und was sie verschweigt.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) hat das Gespräch ihres Generaloberen Davide Paligarini mit dem Glaubenspräfekten Víctor Manuel Fernández als Erfolg bewertet. Der etwa eineinhalbstündige Austausch unter vier Augen sei in einer „zugleich herzlichen und offenen Atmosphäre“ verlaufen, heißt es in einem Kommuniqué des Generalhauses der FSSPX.
Paligarini habe dem Kardinal die „gegenwärtige Situation“ der Priesterbruderschaft sowie „ihre Pflicht, angesichts der geistlichen Notlage, in der sich die Seelen befinden, die Fortführung des Dienstes ihrer Bischöfe zu gewährleisten“, dargelegt.
Fernández habe klargestellt, dass eine Korrektur der Konzilsdokumente „ausgeschlossen“ sei. Zwischen dem Vatikan und FSSPX könne es lediglich einen Austausch über die „verschiedenen Grade der Zustimmung, die von den unterschiedlichen Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils gefordert werden, sowie über deren Interpretation“ geben.
Voraussetzung für einen solchen Dialog sei, dass die Priesterbruderschaft die Entscheidung über die für Juli angekündigten Bischofsweihen aussetze. Der Kardinal habe Pagliarani gebeten, diesen Vorschlag gemeinsam mit den Mitgliedern seines Rates zu prüfen. Der Generalobere kündigte an, „in einigen Tagen“ zu antworten.
Das Generalhaus erwähnt in seinem Kommuniqué nicht, dass Fernández die erneute Weihe von Bischöfen ohne päpstliche Erlaubnis in seiner Mitteilung zu dem Treffen als „entscheidenden Bruch der kirchlichen Gemeinschaft (Schisma) mit schwerwiegenden Folgen“ für die gesamte FSSPX bezeichnete.