Musiker interpretiert seine Bilder auf 132 Seiten

„Udos 10 Gebote“ im Unterricht – Arbeitshilfe zu Lindenberg-Kunst

Zum Bilderzyklus „Udos 10 Gebote“ ist eine Arbeitshilfe für weiterführende Schulen und Gemeinden erschienen. Die 132 Seiten umfassende Publikation setzt sich mit den in berühmter „Likörell-Technik“ gefertigten Bildern des Rockmusikers Udo Lindenberg auseinander. In ihnen interpretiert der Musiker die Zehn Gebote auf zeitgemäße und kritisch hinterfragende Weise.

Zu jedem Modul gibt es einen einleitenden Kommentar aus jüdischer, christlicher und islamischer Sicht. Den Anstoß zur Arbeitshilfe hat das große Echo auf die Ausstellung von „Udos 10 Geboten“ beim Paderborner Liborifest 2017 und beim Katholikentag 2018 in Münster geliefert.

Austen: Lindenberg holt Zehn Gebote in die Gegenwart

Die Ausstellung hatte das Bonifatiuswerk organisiert. Insgesamt 105.000 Menschen haben sich die Schau nach dessen Angaben angesehen.

„Die Zehn Gebote sind Wegzeichen und Orientierungsmarken für unser Leben“, erläutert Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerks. „Der Panik­rocker Udo Lindenberg versteht es, die Aktualität der Gebote auch auf unsere ganz individuelle Lebensgestaltung zu fokussieren: leicht zugänglich und ohne den erhobenen Zeigefinger. Sie appellieren auf eindringliche Weise an die oftmals bedrohte Menschlichkeit und Nächstenliebe“, so Austen.

Lindenberg: Wegschauen gilt da nicht

Lindenberg versteht seine Bilder als Hommage an die Menschenwürde und Freiheit: „Wenn wir uns heute die Welt anschauen, sehen wir Terror, Krieg, Hunger und Naturkatas­trophen. Wegschauen gilt da nicht. Wir müssen hinschauen und Farbe bekennen, und wenn die jungen Menschen das durch die neuen Materialien machen, ist das doch eine tolle Sache“, sagt Lindenberg zu dem neuen Schüler-Werkheft. Es ist im Shop des Bonifatiuswerks für 22 Euro erhältlich.