Aus dem Oldenburger Land, vom Niederrhein und aus Recklinghausen

Überblick: Günstig aus dem Bistum Münster zum Katholikentag

Für die Fahrt zum Katholikentag in Münster vom 9. bis 13. Mai 2018 können angemeldete Teilnehmer aus dem Münsterland das „Westfalen-Ticket“ für Bahn und Bus nutzen. Es ist in die Dauer- und Tageskarten integriert. Anders sieht es am Niederrhein, im Oldenburger Land und im nördlichen Ruhrgebiet aus. Dort werden Alternativen vorbereitet.

Kostenlose Busse gibt es am Niederrhein. „Bei den Fahrten, die vom Kreisdekanatsbüro Wesel organisiert werden, übernimmt das Kreisdekanat die Bus-Kosten“, sagt dessen Geschäftsführer Wolfgang Kürten. Das gelte für Dauer- und Tagesteilnehmer – aber nur bei Anmeldung über das Kreisdekanatsbüro.

Kostenlose Busse vom Niederrhein

Tagesfahrten bietet das Kreisdekanat Wesel am Donnerstag, Freitag und Samstag, 10. bis 12. Mai, an. Die Teilnehmer müssen sich für einen bestimmten Tag anmelden. Dann wird organisiert, wo die Mitfahrer in die Busse einsteigen können.

Im Kreisdekanat Kleve laufen die Planungen noch. Auch dort soll gelten: „Das Kreisdekanat trägt die Bus-Kosten bei den Fahrten, die wir selbst organisieren“, sagt Kreisdekanats-Geschäftsführer Hubert Lemken.

Im Oldenburger Land werden Busse bezuschusst

Im niedersächsischen Teil des Bistums Münster werden Busse bezuschusst. „Wenn eine Pfarrei im Oldenburger Land einen Bus für Teilnehmer mit dem so genannten Pfarreiticket organisiert, trägt das Offizialat die Hälfte der Kosten“, sagt Friederike Asbree vom Offizialat Vechta auf Anfrage von „Kirche+Leben“. Das „Pfarreiticket“, eine verbilligte Tageskarte für 20 Euro, ist ein Katholikentags-Angebot für die Gemeinden im Bistum.

Eine Tagesfahrt bietet das Offizialat am Freitag, 11. Mai, an. Sie ist vor allem – aber nicht nur – für Menschen mit Behinderung gedacht, weil am Freitag ein großer inklusiver Gottesdienst beim Katholikentag gefeiert wird. Die Fahrt kostet 10 Euro. „Der Bus startet in Friesoythe, wo es eine große Behinderteneinrichtung gibt“, erläutert Asbree. Weitere Stationen sind Cloppenburg und Vechta. Auch für den Transport von Rollstühlen werde gesorgt.

Noch kein Bedarf in Recklinghausen

Zudem verweist Asbree auf die verschiedenen Angebote des Offizialats für Dauerteilnehmer: „Dabei ist mit einem geringen Anteil die An- und Abreise im Reisebus enthalten.“ Die Expertin steht unter Tel. 04441/872-256 für Fragen zur Verfügung.

Im Kreisdekanat Recklinghausen gibt es nach Angaben von Geschäftsführer Marc Gutzeit „noch nicht viele Anfragen“ für Sonderbusse nach Münster. „Wenn sich das ändert, werden wir tätig.“ Der Bereich nördlich von Haltern-Sythen wird noch vom „Westfalen-Ticket“ des Katholikentags erfasst, der Großteil des Kreises Recklinghausen (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, VRR) dagegen nicht.

Wo das Katholikentags-Ticket gilt

Unmut über das Katholikentags-Ticket hatte es unter anderem am Niederrhein gegeben. „Es schien uns schlecht vermittelbar, dass Niederrheiner, da sie schon den weitaus weiteren Anfahrtsweg in Kauf nehmen müssen, auch noch mit zusätzlichen Fahrtkosten belastet werden, die Teilnehmer aus anderen Kreisdekanaten nicht haben“, sagt der Weseler Geschäftsführer Kürten.

Der Bistums-Beauftragte für den Katholikentag, Domkapitular Klaus Winterkamp, wirbt dagegen um Verständnis. Das Katholikentags-Ticket umfasst den gesamten Raum des Westfalen-Tarifs inklusive Ost- und Südwestfalen, die zum Erzbistum Paderborn gehören. Das sei der größte Bereich, den ein Katholikentags-Ticket je umfasst habe. „Man konnte nicht erwarten, dass sich die Katholikentags-Verantwortlichen auch noch mit den Verkehrsverbünden in Niedersachsen und am Niederrhein einigen“, findet Winterkamp.

Aktualisiert am 27.10.2017: Angebote aus Kleve ergänzt.