Bistum Münster gibt Geld aus Katastrophenfonds

Überschwemmung in Paraguay: Bischof Alfert aus Heek bittet um Hilfe

Der in Heek geborene Bischof Lucio Alfert bittet um Hilfe. In seiner Wahlheimat Paraguay wird eine Überschwemmung zur Katastrophe. Das teilte die Bischöfliche Pressestelle am Freitag mit. Nachdem die Heeker Pfarrei „Heilig Kreuz“ bereits eine Spendenaktion gestartet hat, unterstützt auch das Bistum Münster Bischof Alfert finanziell mit einer Soforthilfe aus dem sogenannten „Katastrophenfonds“, um zumindest einen kleinen Beitrag zur Linderung der Not vor Ort zu leisten. Die Höhe der Summe war zunächst nicht bekannt.

Bischof Alfert: Noch nie so schlimm erlebt

Seit 47 Jahren lebt Alfert in dem südamerikanischen Land, seit 33 Jahren ist er dort Bischof. Aber so schlimm habe er es noch nie erlebt, wird der 77-Jährige, der in Heek besser als Ludger Alfert bekannt ist, zitiert.

Bischof Alfert.
Bischof Lucio Alfert. | Foto: Johannes Bernard

Wochenlange Regenfälle haben zu einer dramatischen Situation geführt. Alferts Diözese ist so groß wie ein Drittel Deutschlands, jedoch dünn besiedelt - 75 000 Menschen auf 125 000 Quadratkilometern.

Viele Dörfer sind nach Informationen aus der Krisenregion nur per Hubschrauber zu erreichen. Besonders an Lebensmitteln und Trinkwasser fehle es. Die Überschwemmungen treffen vor allem die Ärmsten. Der Bischof versucht, Hilfe zu organisieren.

Ein Ende der Katastrophe sei nicht in Sicht. Es werde Monate dauern, bis das Wasser verdunstet ist, da es nicht abfließen und auch kaum versickern kann. Und so wächst auch die Angst vor Infektionskrankheiten.