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Ukrainerinnen und Ukrainer aus Münster und Umgebung haben den 35. ukrainischen Unabhängigkeitstag gefeiert. Auch das Bistum Münster war beteiligt.
Solidarität in Blau-Gelb, und sogar das Wetter spielte mit und präsentierte sich mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein in den Nationalfarben der Ukraine: Ukrainische Vereine und Gruppen sowie das Bistum Münster haben am 24. August in Münster den 35. Unabhängigkeitstag des Landes gefeiert. Sie gestalteten den Ukraine-Tag unter dem Motto „Zusammen geht was!“, das in diesem und im nächsten Jahr auch Schwerpunktthema des Bistums Münster ist. Zu den Organisatoren gehörten neben dem Bistum der Verein „UAre – Ukrainehilfe aus aller Welt“ aus Greven sowie der Verein „Ukrainische Sprache und Kultur in Münster“.
Auf dem Prinzipalmarkt stellten sie ihre Anliegen und ihre Arbeit vor, boten Workshops, Mitmachaktionen, Vorführungen und Konzerte an. So erhielten viele Passantinnen und Passanten einen Einblick in ukrainische Kultur und Alltagsleben – auch, aber eben nicht nur im Angesicht des seit 2022 laufenden russischen Angriffskrieges. „Obwohl der Krieg präsent ist, legen wir den Fokus bewusst auf das Positive“, formulierte es Olga Stromberger, eine der Organisatorinnen, bei der abschließenden Kundgebung.
„Tuch der Unbeugsamkeit“
In deren Mittelpunkt stand ein Rekord: Das handgestickte „Tuch der Unbeugsamkeit“ wurde offiziell vermessen und so sein Eintrag in das Buch der Rekorde der Ukraine bestätigt. Ein Jahr lang hatten 21 Ukrainerinnen aus Münster und Umgebung das 3,6 Meter lange und 1,3 Meter breite Kunstwerk mit unzähligen feinen Kreuzstichen gefertigt. Natürlich in Blau-Gelb gehalten, steht es für Zusammenhalt, Hoffnung und Verbundenheit mit dem Heimatland.
Diese Gedanken drückten auch Rednerinnen und Redner aus. So sagte Weihbischof Stefan Zekorn für das Bistum Münster: „Wir sehen nicht nur das Leid. Wir sehen auch den Mut eines Volkes, das seine Freiheit, seine Würde und sein Recht auf eine eigene Zukunft verteidigt.“ Zekorn betonte: „Der Schutz der Schwachen, die Solidarität mit den unschuldig Angegriffenen und die Suche nach einem gerechten Frieden gehören zum Kern unseres christlichen und menschlichen Auftrags.“ Dabei sei ein gerechter Friede „mehr als das Ende von Kampfhandlungen. Ein gerechter Friede achtet das Völkerrecht, die Freiheit und die territoriale Selbstbestimmung der Ukraine.“ Die Solidarität „in der Aufnahme von Geflüchteten, in konkreter Hilfe, in politischer Wachsamkeit und im entschiedenen Widerspruch gegen Desinformation und im Gebet“ dürfe nicht müde werden.