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Wiedereröffnung der halbierten St.-Josef-Kirche in Ahaus

Umbau rettet Kirche: Gotteshaus und Pfarrheim unter einem Dach

  • Die St.-Josef-Kirche in Ahaus beherbergt nach einem Umbau neue Gemeinderäume.
  • Die Kosten für die Umbaumaßnahmen von 925.000 Euro trägt überwiegend die Pfarrei.
  • Gottesdienste zur Wiedereröffnung der St.-Josef-Kirche sind am 14. und 15. August 2021.
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In die St.-Josef-Kirche in Ahaus ist ein Pfarrheim eingebaut worden. Nach den Baumaßnahmen wird die Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt die Wiedereröffnung des Gotteshauses nach der einjährigen Schließung am 14. und 15. August 2021 feiern und zugleich die neuen Gemeinde-Räume vorstellen.

Drei Fünftel der Gebäudefläche wird weiterhin als Kirchraum mit 200 Sitzplätzen genutzt. Die weiteren zwei Fünftel werden als Treffpunkt für die Gemeinde mit Tagungsräumen, einem Saal und einer Küche genutzt.

 

Eigener Raum für Jugendliche

 

Neue Wände trennen Kirche und Pfarrheim so, dass im Kirchenraum eine harmonische Raumaufteilung entstanden ist. In der ehemaligen Turmkapelle ist ein Raum für die Jugendlichen der Gemeinde entstanden. Die Nutzfläche des Pfarrheims beträgt rund 200 Quadratmeter.

Dass der Kirchstandort St. Josef erhalten werden konnte, stimmt Pfarrer Stefan Jürgens froh: „Die Planungen und Beschlüsse für einen Umbau liefen vor einigen Jahren. Würde man heute noch einmal über die Zukunft der St.-Josef-Kirche entscheiden müssen, wäre eine Schließung durchaus möglich gewesen.“

 

Umbau rettet die Kirche St. Josef

 

Mit dem Umbau habe die Pfarrei die Kirche St. Josef gerettet, wie Pfarrer Jürgens sagt. „Das Bistum Münster muss sparen und kann nicht mehr alle Kirchen unterhalten. Wir wissen aber auch, dass der Kirchenbesuch seit Jahren rückläufig ist.“ Mit dem Umbau gebe es eine gute Verbindung von Liturgie und Leben.

Der Umbau kostet rund 925.000 Euro. Etwa 150.000 davon übernimmt das Bistum Münster. Den Rest trägt die Pfarrei. Um die Eigenmittel aufbringen zu können, hatte die Pfarrei ihr Josef-Cardijn-Haus an die Stadt Ahaus verkauft. Die Stadt wird dort eine Mensa für das Alexander-Hegius-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule bauen.

 

Räume bekommen natürliche Helligkeit

 

Das integrierte Pfarrheim ist so konzipiert, dass durch das Glasdach alle Kirchenfenster im oberen Bereich des Gebäudes zu sehen sind. „So bekommen die Räume eine natürliche Helligkeit“, sagt Marc Klein-Günnewick, der Verwaltungsleiter der Pfarrei.

Klein-Günnewick lobt dabei die gelungenen Handwerksarbeiten und die Zusammenarbeit mit der Zentralrendantur Ahaus-Vreden, die den Umbau mitbegleitet hat. Wie dessen Leiter Heinz Gewering sagte, sei der Kostenrahmen eingehalten worden.

 

St.-Josef-Kirche entsteht in der Nachkriegszeit

 

Die St.-Josef-Kirche wird wie bisher für Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen genutzt. Die Kirche entstand 1953, als die Gemeinde wuchs. Rund um St. Josef wurden Neubaugebiete erschlossen. Damals machte Bischof Michael Keller deutlich, dass er gern Kirche, Schule und Elternhaus räumlich eng verbunden sähe.

Die Stadt plante in der Nachkriegszeit eine neue Grundschule und ein neues Gymnasium. So fasste der Kirchenvorstand von St. Mariä Himmelfahrt 1951 den Beschluss, am Lönsweg die neue Kirche St. Josef zu bauen.

Wiedereröffnung mit Empfang und Programm
Die Wiedereröffnung der St.-Josef-Kirche mit integriertem Pfarrheim in Ahaus ist für den 14. und 15. August mit einer Vielzahl von Gottesdiensten geplant. Nach der Messfeier am Sonntag (15. August) um 9.30 Uhr lädt die Pfarrei zu einem Empfang auf dem Kirchplatz ein. Anlässlich der Wiedereröffnung gibt es außerdem eine zusätzliche Vorabendmesse am Samstag (14. August) um 18 Uhr, eine Andacht am Sonntag um 16 Uhr und ein jugendgemäßes Angebot am Sonntag um 18 Uhr.

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