UMFRAGE

So sehen die US-Amerikaner „ihren“ Papst Leo XIV. und seine Vorgänger

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Meinungsforscher fragten die Amerikaner, wer ihre beliebtesten Promis sind. Wo der Papst steht - und wie er im Vergleich zu Vorgängern abschneidet.

Von KNA

Papst Leo XIV. ist in den USA laut einer aktuellen Umfrage mit großem Abstand die beliebteste prominente Persönlichkeit. Verglichen mit 13 anderen Personen liegt er deutlich vor dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj - und der lässt US-Präsident Donald Trump in der Beliebtheit locker hinter sich.

Wie das US-Meinungsforschungsinstitut Gallup erläutert, ergibt sich die Bewertung des Papstes von +46 aus 57 Prozent Zustimmung minus elf Prozent Ablehnung. Selenskyj erreicht demnach einen Wert von +18 und liegt vor US-Senator Bernie Sanders (+11), der der Demokratischen Partei nahe steht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird etwa gleich positiv wie negativ bewertet (-1).

Der unbeliebteste Promi

Alle anderen in der Gallup-Umfrage vom 7. bis 21. Juli bewerteten Personen liegen in Summe im negativen Bereich. Unter ihnen sind Präsident Trump (-16), Israels Premierminister Benjamin Netanyahu (-23) und am Ende der Beliebtheitsskala Tech-Milliardär Elon Musk (-28).

Leo XIV. ist laut Gallup die einzige Person, die von allen Parteigruppen eher positiv als negativ bewertet wird. Dabei werde er von Demokraten lieber gemocht als von Republikanern, der Trump-Partei.

Leo in Vergleich zu früheren Päpsten

Seine Bewertung entspreche etwa der der beiden Vorgänger-Päpste. Relativ wenige Amerikaner (elf Prozent) bewerten ihn negativ, während die übrigen entweder nicht genug über ihn wissen, um sich eine Meinung zu bilden (18 Prozent), oder noch nie von ihm gehört haben (13 Prozent). Diese Zahlen seien mit denen von Franziskus bei Amtsantritt 2013 vergleichbar; ebenso mit den Werten von Benedikt XVI. 2005.

Alle drei Päpste erhielten bei ihrer jeweils ersten Einschätzung auch überdurchschnittliche Unterstützung unter den US-Katholiken (Leo 76 Prozent, Franziskus 80, Benedikt 67). Leo XIV. unterscheide sich von seinen Vorgängern unter anderem dadurch, dass seine Zustimmung bei Liberalen höher sei als bei Konservativen (65 gegenüber 46 Prozent), während Benedikt XVI. und Franziskus in ihren ersten Tagen als Papst jeweils von den Konservativen positiver beurteilt worden seien als von den Liberalen.

Bei Franziskus habe die Beliebtheit unter den Konservativen im Laufe der Zeit abgenommen. Bei der letzten Gallup-Umfrage im Dezember 2023 sei er bei den Liberalen wesentlich beliebter gewesen als bei den Konservativen, ähnlich wie heute sein Nachfolger.

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