Von „Laudate omnes gentes“ bis „Ubi caritas“

Umfrage: Was ist Ihr liebster Taizé-Gesang?

Die Gesänge der ökumenischen Brüder-Gemeinschaft von Taizé sind längst weit über ihre französische Heimat hinaus bekannt und beliebt. Und das, obwohl die meisten Stücke auf Latein geschrieben sind – der internationalen Kirchensprache. Allein im neuen Gotteslob sind 15 Gesänge abgedruckt – die meisten stammen von dem französischen Komponisten und Organisten Jacques Berthier (1923-1924).

Das Faszinierendste an dieser Musik ist das, wovor Laiensängerinnen und -sänger sonst regelrecht Angst haben: mehrstimmig zu singen. Die Gesänge von Taizé schaffen das nicht nur, wenn es um Kanons geht, sondern auch bei tatsächlich für Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassstimme gesetzte Werke.

Viele Stimmen, viele Sprachen

Nahezu alle Stücke sind wie Antiphonen oder Kehrverse angelegt, die – unterbrochen von solistisch vorgetragenen Versen – immer wieder von allen wiederholt werden. Diese Solo-Verse sind häufig sowohl in verschiedenen Sprachen angelegt (was auf die jugendlichen Gäste aus aller Welt in Taizé ausgerichtet ist) als auch für viele weitere Begleit-Instrumente.

Die meisten Taizé-Gesänge sind meditativ, sie lassen ruhig werden, helfen beim Beten und führen durch die ständigen Wiederholungen beinahe in eine gewisse Trance – eine besondere geistliche und musikalische Atmosphäre. In fast allen Fällen stammen die Texte zur Musik aus der Bibel, häufig aus den Psalmen. Die Gesänge von Taizé sind klingende Stille.