Insgesamt inzwischen mehr als 33.000 Unterzeichner

Unterstützung für „Pro Pope Francis“ im Bistum Münster

Die Initiative „Pro Pope Francis“ findet regen Zuspruch. Die Internetseite www.pro-pope-francis.com gibt inzwischen mehr als 33.000 Unterstützer des offenen Briefs an Papst Franziskus aus zahlreichen Ländern an. Die Initiative will Franziskus und dessen „Pastoralkultur“ der Barmherzigkeit gegen innerkirchliche Kritik verteidigen.

Das Schreiben komme aus der „Breite der Mitte“ einer für die Welt von heute „offenen Kirche“, schreibt der Wiener Theologe Paul Zulehner in seinem Internet-Blog. Zulehner hatte „Pro Pope Francis“ gemeinsam mit dem Prager Religionsphilosophen Tomas Halik initiiert. Kritik an der Aktion weist er zurück. Der Brief und seine Initiatoren ließen sich nicht unter Kategorien wie „rechts“, „links“, „progressiv“ oder „konservativ“ einordnen, so Zulehner.

Das Schreiben „unterstützt nicht die Selbstbeschäftigung der Kirche“, versichert der Theologe, „wenngleich vom Evangelium her Reformen durchaus unerlässlich bleiben, wie etwa die Sicherung der Eucharistiefeier in gläubigen Gemeinden und Gemeinschaften“. Zulehner ergänzt: „Das Programm heißt vielmehr ›raus und ran‹, missionarisch und leidsensibel an die Ränder der Gesellschaft.“

Sternberg und zahlreiche Professoren aus Münster

Zu den Unterstützern von „Pro Pope Francis“ zählen etliche Prominente aus Kirche, Politik und Gesellschaft, auch aus dem Bistum Münster. Mittlerweile hat sich zum Beispiel Thomas Sternberg aus Münster angeschlossen, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Ebenso findet sich auf der Liste der Theologieprofessor Ulrich Berges, früher an der Universität Münster und heute an der Universität Bonn, sowie mehrere aktuelle und ehemalige Professoren der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster: Antonio Autiero, Thomas Bremer, Karl Gabriel, Klaus Lüdicke und Klaus Müller.

Weitere Unterzeichner sind etwa der brasilianische Bischof Erwin Kräutler, der Benediktinerpater Anselm Grün, die Frauenrechtlerin Schwester Lea Ackermann und der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.