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Diözese erklärt: Papst Franziskus hatte den Rücktritt gefordert

US-Bischof wegen Umgangs mit Missbrauchsfällen zurückgetreten

  • Wegen Verfehlungen im Umgang mit sexuellem Missbrauch ist US-Bischof Michael Hoeppner (71) zurückgetreten.
  • Laut Erklärung der Diözese hatte Papst Franziskus Hoeppners Rücktritt gefordert.
  • Er habe es „versäumt, sich an geltende Normen zu halten, als er mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs konfrontiert wurde“.
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Wegen Verfehlungen im Umgang mit sexuellem Missbrauch ist Bischof Michael Hoeppner (71) von Crookston im US-Bundesstaat Minnesota zurückgetreten. Laut Erklärung der Diözese hatte Papst Franziskus Hoeppners Rücktritt gefordert und nun angenommen.

Wie Bistumssprecherin Janelle Gergen mitteilt, ging dem Rücktritt eine Untersuchung durch Erzbischof Bernard Hebda von St. Paul und Minneapolis voraus. Hoeppner habe es „versäumt, sich an geltende Normen zu halten, als er mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs konfrontiert wurde“, die Geistliche seiner Diözese betrafen.

Vatikan ordnete 2019 Ermittlungen an

Hoeppner soll 2015 einen Priesteramtskandidaten gedrängt haben, Missbrauchsvorwürfe gegen einen Geistlichen zurückzunehmen. Papst Franziskus hatte 2019 die Regeln für den Umgang mit der Vertuschung von Missbrauchsfällen durch Bischöfe verschärft. Daraufhin hatte der Vatikan noch im selben Jahr kircheninterne Ermittlungen gegen Hoeppner angeordnet.

Das vatikanische Presseamt nannte keine Gründe für Hoeppners Rücktritt; dies ist auch in anderen Fällen allgemein üblich. Franziskus ernannte den emeritierten Bischof von Des Moines, Richard Pates (78), zum vorübergehenden Verwalter der Diözese Crookston.

Gibt es Parallelen zu Deutschland?

Wegen Vorwürfen der Missbrauchs-Vertuschung hatte auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße dem Papst seinen Amtsverzicht angeboten. Von einer kircheninternen Ermittlung gegen Heße – wie gegen Hoeppner – ist allerdings nichts bekannt.

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