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Elisabetta Piqué und Gerard O’Connell haben zur Papstwahl 2025 recherchiert. Was sie dabei über Favoriten und kleine Pannen herausfanden.
In einem neuen Buch legen die Vatikan-Journalisten Elisabetta Piqué und Gerard O’Connell unbekannte Details des Konklaves 2025 offen. Ihren Recherchen zufolge führte im ersten Wahlgang der ungarische Kardinal Péter Erdő das Feld der Favoriten an. Auf den folgenden Plätzen lagen demnach der später zum Papst gewählte Robert Francis Prevost und Kardinal Pietro Parolin. Das Buch erschien am Mittwoch in Spanien.
Ausführlich gehen die Autoren der Frage nach, warum der erste Wahlgang mit deutlicher Verzögerung begann. Schwarzen Rauch gab es damals erst um 21 Uhr statt wie erwartet gegen 19 Uhr.
Ein Handy und zusätzliche Wecker
Es war bereits bekannt, dass Kardinal Raniero Cantalamessa seine einleitenden Worte um etwa eine Stunde ausgedehnt hatte. Piqué und O’Connell nennen nun einen weiteren Grund - ein Mobiltelefon in der Sixtinischen Kapelle. Ein älterer Kardinal habe vergessen, sein Handy abzugeben. Erst nachdem das Versäumnis behoben war, habe die Abstimmung beginnen können.
Während der Papstwahl gelten im Vatikan strenge Vorschriften. Die wahlberechtigten Kardinäle werden vollständig abgeschottet, müssen ihre Mobiltelefone abgeben, und das Handynetz wird deaktiviert.
Laut den Recherchen führte das zu Beginn des Konklaves dazu, dass einige Kardinäle verschliefen, weil sie ohne Handy keinen Wecker hatten. Vatikanangestellte mussten sie den Angaben zufolge wecken. Später habe der Vatikan eigens Wecker an die Kardinäle verteilt.