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Es war das erste Treffen zwischen dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und dem neuen Kirchenoberhaupt. Wie die Begegnung verlief.
Papst Leo XIV. hat am Donnerstag den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, in Privataudienz empfangen. Das teilte der Vatikan ohne weitere Angaben mit. Es war die erste Begegnung zwischen Bätzing und Leo XIV. seit dessen Wahl zum Papst am 8. Mai. An der Amtseinführung des neuen Kirchenoberhaupts hatte der stellvertretende Vorsitzende der DBK, Bischof Michael Gerber, teilgenommen.
Vor seiner Wahl zum Papst leitete Robert Francis Prevost, so der bürgerliche Name Leos XIV., die Vatikan-Behörde für Bischöfe. Dieses Dikasterium ist eine Art Personalabteilung der Weltkirche. In dieser Funktion traf er mehrfach mit Bätzing zusammen - und zwar im Rahmen der Weltsynode zu mehr Teilhabe aller Katholiken und als Gesprächspartner bei den Beratungen über den Fortgang des deutschen Reformprojekts „Synodaler Weg“ im Vatikan.
Bätzing: Gutes Gespräch
Die DBK veröffentlichte am Nachmittag eine Einschätzung des Treffens durch Bätzing. Er danke Leo für das „gute und inhaltsreiche Gespräch“. Der Papst sei ein „aufmerksamer Zuhörer und interessierter Seelsorger“. Man habe viele Themen diskutiert, über die Bätzing auf der anstehenden Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda berichten werde. Er sei „sehr froh“, dass Leo XIV. die Kirche in Deutschland „mit Vertrauen“ begleite.
Auf das Kirchenoberhaupt kommen bald ein paar wichtige Entscheidungen zu: Er muss nicht nur über die Besetzung der Bischofsstühle in Münster und Eichstätt entscheiden, sondern auch auf die Anzeige des DBK-Betroffenenbeirats gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki reagieren. Überdies ist die Zukunft des geplanten bundesweiten Synodalgremiums offen.