LAIEN

ZdK-Präsidentin: Haltung von Leo XIV. zu Reformfragen ist noch unklar

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Bisher setzte der Papst verschiedene Akzente. So schätzt die oberste deutsche Laienvertreterin den Anfang seiner Amtszeit ein.

Von KNA

Für die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, ist die Haltung von Papst Leo XIV. zu Reformen und zur Rolle von Frauen in der Kirche noch nicht abschließend geklärt. „Es ist schwierig, ihn in dieser Frage schon nach dem ersten Amtsjahr festzulegen“, sagte sie der „Kölnischen Rundschau“ am Freitag.

Papst Leo XIV. habe „verschiedene Signale gesendet“. Zugleich habe er von Beginn an deutlich gemacht, dass er den synodalen Kurs in der Weltkirche fortsetzen wolle, den Papst Franziskus eingeleitet habe.

Viele Beobachter rechneten damit, dass Leo XIV. diesen Prozess „in einer neuen, strukturierten Weise“ weiterführen und auch den vatikanischen Apparat entsprechend ausrichten werde, so Stetter-Karp. Als positives Zeichen wertete sie erste Personalentscheidungen. Der Papst habe deutlich gemacht, dass er Frauen in Nicht-Weiheämtern gezielt fördern wolle – auch im Vatikan.

Offen bleibe jedoch, ob Leo XIV. darüber hinausgehende Reformschritte unterstützen wird, „wie wir sie vorschlagen", sagte Stetter-Karp mit Blick auf Forderungen etwa nach dem Diakonat für Frauen

Grundsätzliche Entscheidungen etwa über den Diakonat oder das Priesteramt für Frauen müssten allerdings auf Ebene der Weltkirche getroffen. Reformdebatten seien daher Teil eines längeren Prozesses: „Es geht hier nicht um einen Sprint, sondern um eine lange Strecke", so die Laienvertreterin.

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