VATIKAN

Vor Konsistorium: Papst Leo XIV. bekennt sich zu „Kirchenreform“

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Das Kirchenoberhaupt berät sich bald in Rom mit den Kardinälen. Was er vor Pilgern über das Zweite Vatikanische Konzil sagte.

Von KNA

Papst Leo XIV. hat sich vor Beginn einer großen Kardinalsversammlung in Rom zu den Beschlüssen des letzten Reformkonzils bekannt. Bei der Generalaudienz für Pilger aus aller Welt sagte er am Mittwochmorgen im Vatikan, die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) seien weiterhin ein „Leitstern“ für die Kirche.

Er kündigte an, die Texte in den kommenden Wochen und Monaten ins Zentrum seiner theologischen Auslegungen bei den Generalaudienzen zu stellen. Es gehe darum, die Bedeutung dieses wichtigen Ereignisses in der Kirchengeschichte neu zu entdecken.

Die Generation der teilnehmenden Bischöfe und Theologen sei heute nicht mehr am Leben, gab der Papst zu bedenken. Umso wichtiger sei es, die prophetische Dimension des Konzils nicht auszulöschen und neue Wege für seine Umsetzung zu suchen. Dabei sei es wichtig, das Konzil nicht nur vom Hörensagen oder durch die Sichtweise späterer Interpretationen zu kennen, sondern seine Texte erneut zu lesen und über ihren Inhalt nachzudenken.

Bekenntnis zur Liturgiereform

Ausdrücklich bekannte sich der Papst zu der von Traditionalisten bis heute abgelehnten Liturgiereform. Das Konzil habe eine „wichtige liturgische Reform angestoßen, die das Heilsgeheimnis und die aktive und bewusste Teilnahme des gesamten Gottesvolkes ins Zentrum rückte“.

Ferner habe das Konzil der Kirche geholfen, sich zur Welt zu öffnen und die Herausforderungen der Moderne „im Dialog und gemeinsamer Verantwortung“ anzunehmen. Sie suche die Wahrheit auf dem Weg der Ökumene und im Dialog mit anderen Religionen und mit allen Menschen guten Willens. Dieser Geist müsse auch die seelsorgerischen Bemühungen der Kirche prägen.

„Wir müssen die Kirchenreform im Geist des Dienens noch mehr verwirklichen“, so der Papst in seiner nachdrücklich vorgetragenen Ansprache, die er wenige Stunden vor Beginn eines Gipfeltreffens mit den Kardinälen der Weltkirche hielt. Bei diesem zweitägigen „außerordentlichen Konsistorium“ soll es um den künftigen Kurs der katholischen Kirche gehen.

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