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Dem Kirchenoberhaupt liegen Migranten besonders am Herzen. Bei einem Treffen mit spanischen Bistumsleitern soll er deshalb deutlich geworden sein.
Papst Leo XIV. soll bei einem Treffen mit der Leitung der spanischen Bischofskonferenz vor dem wachsenden Einfluss rechter Ideologien gewarnt haben. Laut einem Bericht der Tageszeitung „El País“ vom Montag bezeichnete der Pontifex die extreme Rechte als seine derzeit größte Sorge mit Blick auf die spanische Gesellschaft und Kirche.
Wie es unter Berufung auf mit dem Treffen vertraute Quellen heißt, habe der Papst die Bischöfe darauf hingewiesen, dass rechtsextreme Gruppen versuchten, gezielt katholische Wähler anzusprechen und die Kirche für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Besonders kritisch sehe er demnach die Nutzung religiöser Argumente zur Ablehnung von Migration und zur Verschärfung gesellschaftlicher Polarisierung.
Positionsänderungen bei Bischöfen
Das Treffen habe Mitte November im Vatikan stattgefunden und sei das erste Zusammentreffen der spanischen Bischöfe mit dem neuen Papst gewesen. Nach Angaben des Berichts habe der Pontifex die Kirchenvertreter aufgefordert, gegenüber entsprechenden politischen Strömungen klare Distanz zu wahren und sich nicht vereinnahmen zu lassen.
In der Folge seien innerhalb der Kirche in Spanien Positionsänderungen erfolgt, unter anderem bei der Entschädigung von Betroffenen sexualisierter Gewalt sowie bei der Unterstützung einer staatlichen Regelung zur Legalisierung von Migration. Beide Schritte waren zuvor von rechten Parteien scharf kritisiert worden.