VATIKAN

Papst Leo XIV. vergibt wieder Topjob an eine Frau – und Laiin

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Franziskus ernannte die Ordensschwester Simona Brambilla zur Präfektin. Maria Montserrat Alvarado soll bald das Kommunikationsdikasterium leiten.

Von KNA

Der Vatikan bekommt erstmals eine Kommunikationschefin. Papst Leo XIV. ernannte am Dienstag die Mexikanerin Maria Montserrat Alvarado zur Präfektin des Dikasteriums für die Kommunikation. Am 1. November folgt die bisherige Präsidentin des Nachrichtenbereichs des „Eternal Word Television Networks“ (EWTN) auf Paolo Ruffini (69), der das Amt seit 2018 innehatte.

Ruffini war der erste Laie, also Nicht-Geistliche, der an die Spitze einer Vatikanbehörde berufen wurde. Alvarado ist nun die erste Laiin und zweite Frau, die ein vatikanisches Dikasterium leitet. Die italienische Ordensschwester Simona Brambilla war Anfang 2025 von Papst Franziskus (2013-2025) zur Präfektin des Dikasteriums für die weltweiten Ordensangelegenheiten ernannt worden.

Im Dikasterium für Kommunikation sind neben der Presseabteilung die Marken „Vatican News“, „Radio Vaticana“ und „L’Osservatore Romano“ angesiedelt. Über sie verbreitet werden Texte, Fotos, Videos, Podcasts und Streams über den Papst, den Vatikan und die katholische Weltkirche.

Konflikte zwischen Franziskus und EWTN

Alvarado leitet seit 2023 den Nachrichtenbereich von EWTN, das sich selbst als weltgrößten religiösen Sender bezeichnet. Finanziert wird das Netzwerk vor allem durch Spenden. Zur EWTN-Gruppe gehören außer zahlreichen Fernseh- und Radiosendern auch die mehrsprachige Nachrichtenagentur CNA und die Zeitung „National Catholic Register“. Zwischen Vertretern des konservativen Medienkonsortiums und Franziskus hatte es wiederholt Konflikte gegeben.

Der Sender ließ oft Kritiker des damaligen Papstes wie die Kardinäle Raymond Leo Burke und Gerhard Ludwig Müller zu Wort kommen. Im Jahr 2021 warf Franziskus bei einem Treffen mit Jesuiten in der Slowakei einem „großen katholischen Sender“ – gemeint war offenbar EWTN – vor, üble Nachrede über ihn zu verbreiten, das sei ein „Werk des Teufels“. Sein Nachfolger Leo XIV. hatte Alvarado bereits im letzten September zu Gesprächen im Vatikan empfangen.

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