VATIKAN

Rom: Papst Leo XIV. spricht sieben Menschen heilig

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Zum zweiten Mal in seiner Amtszeit nahm das Kirchenoberhaupt diese Zeremonie vor. Wer warum zur Ehre der Altäre erhoben wurde.

Von KNA, ber

Die Kirche hat sieben neue Heilige. Am Sonntag gab Papst Leo XIV. drei Ordensfrauen und vier Männer zur weltweiten Verehrung frei. Sie hätten mit Gottes Gnade das Licht des Glaubens am Brennen gehalten, so der Papst in seiner Predigt vor 70.000 Menschen auf dem Petersplatz. 

Mehr noch: Sie seien selbst zu Leuchten geworden, die das Licht Christi weiterverbreiten könnten. Die neuen Heiligen seien keine Helden oder Verfechter irgendeines Ideals, sondern glaubwürdige Männer und Frauen, so das Kirchenoberhaupt.

Märtyrer und Wohltäter

Zwei der neuen Heiligen starben als Märtyrer für ihren Glauben: Der armenisch-katholische Erzbischof von Mardin, Ignatius Choukrallah Maloyan (1869-1915), wurde 1915 während des Völkermords an den Armeniern hingerichtet. Der Laie und Katechet Peter To Rot (1912-1945) ist der erste Heilige Papua-Neuguineas. Er wurde während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wegen seines pastoralen Einsatzes ermordet.

Als „Wohltäter der Menschheit“ bezeichnete Leo XIV. den aus Venezuela stammenden „Arzt der Armen“, José Gregorio Hernández Cisneros (1864-1919), sowie den Italiener Bartolo Longo (1841-1926). Der ehemalige Anwalt wandte sich einst vom Satanismus ab und wurde später zu einem der bedeutendsten Förderer des Rosenkranzgebets und des Heiligtums von Pompeji.

Drei Ordensfrauen

Weiter ehrte der Papst die Salesianerin und Missionsschwester Maria Troncatti (1883-1969), die im ecuadorianischen Amazonasgebiet indigene Gemeinschaften sowohl medizinisch als auch seelsorglich betreute. 

Außerdem heiliggesprochen wurden die Ordensschwestern Vincenza Maria Poloni (1802-1855) aus Verona, Gründerin des Instituts der Barmherzigen Schwestern, und Maria del Monte Carmelo Rendiles Martínez (1903-1977) aus Venezuela, Gründerin der Kongregation der Diener Jesu.

„Mögen sie uns mit ihrer Fürsprache in unseren Prüfungen beistehen und möge ihr Beispiel uns in unserer gemeinsamen Berufung zur Heiligkeit inspirieren“, sagte Leo XIV. während der feierlichen Zeremonie, die bereits die zweite Heiligsprechung in seiner fünfmonatigen Amtszeit war. Im September hatte er die beiden jungen Italiener Carlo Acutis und Pier Giorgio Frassati auf dem Petersplatz heiliggesprochen.

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