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Die vatikanische Zustimmung zur Satzung des neuen bundesweiten Gremiums steht noch aus. Was ein Austausch der Laien mit den Zuständigen ergab.
Das Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat sich optimistisch zur anstehenden vatikanischen Anerkennung neuer Beratungsstrukturen in der katholischen Kirche Deutschlands gezeigt. Das sechsköpfige Präsidium hielt sich von Sonntag bis Dienstag zu kirchenpolitischen Gesprächen in Rom auf und führte mehrere meist vertrauliche Gespräche.
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte zum Abschluss in einem Pressegespräch in Rom, das Anliegen, Rom besser zu verstehen und in Rom besser verstanden zu werden, komme spürbar voran. Inzwischen unterstelle niemand im Vatikan mehr den deutschen Laien-Katholiken, dass sie die Kirche spalten wollten. Umgekehrt sei im ZdK die Erkenntnis gewachsen, dass persönliche Begegnungen in Rom oft wichtiger seien als das Verschicken von Beschlusspapieren.
Kirche als Vorbild für Dialog?
Bezüglich der anstehenden Anerkennung der Satzung der künftigen Synodalkonferenz von Laien, Priestern, Ordensleuten und Bischöfen in Deutschland zeigte sich die ZdK-Präsidentin zuversichtlich. Sie gehe davon aus, dass sowohl die deutschen Bischöfe als auch der Vatikan die nötige Zustimmung erteilen würden.
Claudia Nothelle vom ZdK-Präsidium betonte, gerade angesichts der wachsenden gesellschaftlichen und politischen Polarisierung könne die Kirche ein Vorbild für gelingenden Dialog sein. Sie hoffe, dass es nach der Approbation der Konferenz-Statuten gelingen werde, auch jene Minderheit unter den Bischöfen und Laien wieder „mitzunehmen“, die bei dem Projekt bisher im Abseits gestanden hätte. Hier hoffe sie auch auf ein entsprechendes Einwirken aus dem Vatikan.