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In Velen kommt es immer wieder zu Vandalismus. Zuletzt wurde ein Gnadenbild beschädigt. Zu den Tätern hat die Pfarrei eine Vermutung.
Müll im Kirchenraum, umgekippte Kerzen, neben dem Hochaltar gezündete Böller: Küster Werner Heisterkamp erwartet immer wieder neuer Vandalismus, wenn er die St.-Andreas-Kirche in Velen im Kreis Borken betrifft. „Wir haben hier immer wieder mal Probleme mit Vandalismus“, sagt Michaela Twens, Verwaltungsreferentin der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul, zu der die Kirche gehört. Jüngstes Beispiel: Die Ikone „Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe“ wurde von Unbekannten mit Wachs bespritzt.
Da der Vandalismus vor allem an langen Wochenenden oder in Ferienzeiten auftrete, gehe die Pfarrei davon aus, dass es sich bei den Tätern um Kinder oder Jugendliche handelt. „Die langweilen sich vielleicht und machen dann bei uns Unfug“, ist sich Michaela Twens sicher. Bisher hielten sich die Schäden zwar noch in Grenzen, trotzdem seien sie ärgerlich. „Das macht man einfach nicht“, sagt Twens. Die Pfarrei will mit einem Bericht in der Lokalzeitung und einem Foto an der Kirchentür auf den Vandalismus aufmerksam machen und die Menschen im Kirchenumfeld sensibilisieren.
Polizei auf der Suche nach Verursachern
Mit dem Ortspolizisten sei man im Gespräch, der habe auch die Videoüberwachung schon ausgewertet und versuche nun, die Verursacher zu finden. Eine Anzeige erstatten will die Pfarrei aber nicht. „Wir wollen das nicht an die große Glocke hängen. Wir sind eine kleine Dorfgemeinschaft hier. Wir hoffen, dass die Eltern vielleicht etwas mehr hinschauen, was ihre Kinder so machen.“
Die mit Wachs bespritzte Ikone lässt die Pfarrei jetzt auf eigene Kosten von einer Restauratorin reinigen. „Wir wollen vermeiden, dass Kirchenbesucher das Wachs vielleicht selbst abkratzen und das Bild dabei beschädigen“, erklärt Twens. Der Schaden liege im mittleren dreistelligen Bereich.