STEPHANUSTAG

Verfolgte Christen: Papst Leo XIV. bittet um Kraft – Weltweites Gedenken

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Am Gedenktag des Stephanus beten Christen für bedrängte Glaubensgeschwister. Was der Papst sagte – und Donald Trump tat.

Papst Leo XIV. hat an verfolgte Christen weltweit erinnert. „In Gedenken an den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer, rufen wir seine Fürsprache an, damit er unseren Glauben stärkt und die Gemeinschaften unterstützt, die am meisten aufgrund ihres christlichen Zeugnisses leiden“, sagte der Papst am zweiten Weihnachtstag, dem Stephanustag.

Das Beispiel des Heiligen an „Festigkeit, Mut und Vergebung begleite alle, die sich in Konfliktsituationen dafür einsetzen, Dialog, Versöhnung und Frieden zu fördern“. Dass Stephanus sterbend seinen Feinden vergebe, beruhe auf einer Kraft, „die wahrer ist als die der Waffen“. Jeder, der in der weihnachtlichen Geburt „von Neuem ans Licht“ komme, könne sie aktivieren.

Luftschläge der USA

Katholiken in Deutschland erinnerten besonders an Christen in Nigeria. Sie sind Ziel islamistischer Terroristen – ebenso wie moderate Muslime. So wurden vor zwei Tagen im Nordosten des Landes bei einem Anschlag auf eine Moschee fünf Menschen getötet. Im Süden Nigerias sind Christen in der Mehrheit; im Norden Muslime, wo in zwölf Bundesstaaten die islamische Scharia gilt.

Der Gebetstag stand im Schatten von US-Luftschlägen in Nord-Nigeria. Dabei seien „meherere IS-Terroristen“ in Lagern der Terrororganisation getötet worden, teilt das US-Verteidigungsministerium mit.

Bewertung von Trump

Präsident Donald Trump schrieb im Internet von einem „mächtigen und tödlichen Schlag“. Die Terroristen hätten vor allem unschuldige Christen getötet. Bereits zuvor hatte Trump gedroht, militärisch einzugreifen, falls die „Tötung von Christen“ nicht aufhöre.

„Wir waren erleichtert, als er das aussprach“, sagte der Erzbischof von Abuja, Ignatius Kaigama. Er forderte mehr klare Statements und aktives Engagement aus Europa. Allerdings, so Kaigama, hätten Verantwortliche in Nigeria einbezogen werden müssen.

Bischof Meier: Nicht holzschnittartig urteilen

Der Vorsitzende der Weltkirche-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Bertram Meier, warnte vor holzschnittartigen Bewertungen. Ob Taten religiös motiviert oder ob andere Interessen im Spiel seien, lasse sich oft nur schwer beurteilen.

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